Mit einem Schuss Raffinesse ins Glück

Die Fußballer von Germania Mittweida haben in der Sachsenliga mit 3:0 bei den Kickers Markkleeberg gewonnen. Dabei glänzte der Kapitän mit feinem Füßchen.

Mittweida.

Uwe Schneider ist dem Mittweidaer Fußballpublikum als ein lautstarker Trainer an der Seitenlinie bekannt. Am Samstag hat er sich sogar dazu hinreißen lassen, nach Abpfiff die Stimmungskanone zu geben. Nach einer kurzen Auswertung des 3:0 (1:0)-Auswärtssieges von Germania Mittweida bei den Kickers Markkleeberg stimmte der Trainer höchstpersönlich die Siegesfeier an. Für die Mittweidaer ist es der zweite Auswärtssieg der Saison und zugleich ihr höchster in der Sachsenliga.

"Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen viel Moral bewiesen, in kritischen Situationen die Ruhe bewahrt und ist dadurch noch mehr zusammengewachsen", sagte Schneider, dessen Team durch den Erfolg im Sportpark Camillo Ugi sogar Tuchfühlung zum Tabellenmittelfeld aufgenommen hat. "Der Sieg war sogar verdient, weil wir bis auf 20 kritische Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht viel zugelassen haben", so Schneider. "Und das, obwohl ich eigentlich kein Freund früher Tore bin."

Doch das 1:0 durch Silvio Grötzsch in der 3. Minute nahm er natürlich gern mit: Nach einem langen Ball spitzelte Hannes Ryssel dem Markkleeberger Torwart Niklas Nauck das Spielgerät noch weg. Dieses sprang Kapitän Silvio Grötzsch vor die Füße, er musste ihn nur noch ins verwaiste Tor schieben. "Hannes' Bein war vielleicht etwas zu hoch bei dieser Aktion, man hätte es auch abpfeifen können", so Schneider. Bei anfangs regnerischem Wetter entwickelte sich eine intensive Partie mit vielen Zweikämpfen. Die Hausherren waren spielerisch das bessere Team, bei den Abschlüssen fehlte ihnen allerdings die Genauigkeit. Lediglich bei einem Schuss aus spitzem Winkel hatte Germania-Torwart Maik Ebersbach Glück, als er die kurze Ecke öffnete und der Ball am Tor vorbeiflog.

In der zweiten Halbzeit verloren die Mittelsachsen zunächst die Ordnung in den eigenen Reihen. Markkleeberg drückte nun auf den Ausgleich und hatte nach gut einer Stunde die große Chance, als nach einem Mittweidaer Ballverlust Blochwitz auf und davon war, das Spielgerät aber am Tor vorbeischob. In der Folge wurde es noch mehrmals gefährlich, doch die Mittweidaer Abwehr und Torwart Ebersbach verhinderten Schlimmeres. Danach konnten die Gäste selbst wieder für Entlastung sorgen und zeigten sich vorn wieder effektiv: In der 71. Minute prallte nach einem Freistoß der Ball zu Grötzsch, der ihn mit seinem linken Fuß raffiniert über den Markkleeberger Torwart ins Tor löffelte. "Ich habe das im Training ein wenig geübt und bin froh, dass es geklappt hat - zumal es die Vorentscheidung war", so der Mittweidaer Kapitän. Grötzsch leitete kurz vor Schluss noch das 3:0 ein, als Markkleeberg die Abwehr öffnete und Philipp Rauthe für die Entscheidung sorgte. Der Lohn ist der 11. Tabellenplatz.

Statistik Mittweida: Ebersbach - Pietsch, Kuhl, Salim, Weinert - Rauthe, Hönig (85. Hahn) - Ryssel, Grötzsch, Antal (80. Wilsdorf) - Grau (65. Ebert) - Tore: 0:1, 0:2 Grötzsch (3., 71.), 0:3 Rauthe (89.) - Schiedsrichter: Markowitz (Zwickau) - Zuschauer: 80

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