Mit Köpfchen aufs Treppchen

Die Fußballerinnen der SpG Dittersbach/Hainichen haben bei der Hallenmeisterschaft den 3. Platz erkämpft. Die Frauen aus Auerswalde und Sachsenburg durften noch lauter jubeln.

Flöha.

Carsten Gwosdek hätte nicht gedacht, dass seine Fußballerinnen der SpG Dittersbach/Hainichen bei der Endrunde der Kreismeisterschaft so gut abschneiden würden. Mit dem 3. Platz bei der Hallenkreismeisterschaft war er in Flöha vollauf zufrieden. "Und damit haben wir unserer Spielerin Maxi Hilliger zum 20. Geburtstag gleich noch ein kleines Geschenk gemacht", sagte der Trainer der Dittersbacher und Hainichener Frauen.

Seine Mannschaft habe sich von Spiel zu Spiel gesteigert, wenngleich das Halbfinale gegen den späteren Sieger, die SpG Auerswalde/Sachsenburg, mit 0:1 verloren ging. "Die beiden letzten Partien waren dennoch unsere besten." Im Spiel um Platz 3 sicherte sich das Team den Podestplatz mit treffsicheren Schützinnen. Gegen Fortuna Langenau (3:1) trafen alle Frauen der Spielgemeinschaft vom Neunmeterpunkt.

Im Schnitt fielen bei der Endrunde nur zwei Tore pro Partie. Speziell in den Platzierungsspielen war Magerkost angesagt. "Das war schon wenig und da habe ich mehr Treffer erwartet", sagte Frauen-Staffelleiter Manfred Heinig. Das anschließende Finale entschädigte die Zuschauer dann etwas für die Torarmut in den vorangegangenen Spielen. Dabei drehte die SpG Auerswalde/Sachsenburg einen 0:1-Rückstand gegen den TSV Falkenau noch um und gewann 2:1. Luise Arnold erzielte den Siegtreffer mit einem strammen Schuss ins untere Eck. "Sie ist eine unserer torgefährlichsten Spielerinnen", sagt ihr Trainer Uwe Schmidt. Für den 53-Jährigen war es mit seinem Team der zweite Erfolg in der Halle. "In den vergangenen acht Jahren sind wir immer unter den besten Drei gelandet", erinnert er sich. Auch diesmal habe sein Team Moral bewiesen, nachdem es vor allem in den Gruppenspielen einige Male Pech hatte. "Wir haben siebenmal den Pfosten getroffen und dennoch ruhig auf die nächsten Chancen gewartet", so der Coach, der die Mannschaft seit 2005 trainiert und im vergangenen Jahr - damals noch als SpG Niederlichtenau/Sachsenburg - unter freiem Himmel Meister wurde. Danach haben sich die Niederlichtenauer Spielerinnen komplett dem SV Wacker Auerswalde angeschlossen.

Trotz der vergleichsweise wenigen Tore hat der Geschäftsführer des Kreisverbandes Fußball (KVF), Thomas Pretschner, ein ansprechendes Turnier gesehen. "Natürlich sieht man bei den Frauen einen Unterschied zu den Männern, aber das Niveau an sich ist gestiegen." Für viele Frauenmannschaften sei die Hallen-Endrunde ein Höhepunkt der Saison. "Es ist für sie sozusagen die Champions League." Der KVF-Geschäftsführer zeigte sich auch zufrieden mit der Resonanz in der Flöhaer Halle. "Es waren 280 Zuschauer da. Das hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen." Bei der Frauen-Endrunde war es wie bei den Männern die 10. Auflage. Auch bei den Damen gab es für die erste und letzte Torschützin des Turniers sowie für die Spielerinnen, die den elften, 22. und 33. Treffer markierten, jeweils eine Flasche Sekt. Maxi Hilliger von der SpG Dittersbach/Hainichen durfte sich als Geburtstagskind sogar über zwei Flaschen freuen. Eine bekam sie als Torschützin, die andere für ihre Funktion als Losfee für das Pokalhalbfinale. Und da kommt es zwischen Auerswalde/Sachsenburg und Falkenau zur Neuauflage des Endspiels bei der Hallenmeisterschaft vom Sonntag.

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