Mit Kraftakt ins Halbfinale

Die Handballer des TSV Fortschritt Mittweida haben ihr Bezirkspokal-Spiel gegen den HC Fraureuth mit 31:29 (15:9) gewonnen. Dass es am Ende noch eng werden würde, war zur Halbzeit überhaupt nicht abzusehen.

Mittweida.

Der Trainer der Mittweidaer Bezirksliga-Handballer, Steffen Kopasz, bleibt mit seiner Mannschaft in der Erfolgsspur. Nach zwei Siegen in der Liga glänzten die TSV-Männer nun auch im Bezirkspokal. Die Mittweidaer schlugen in eigener Halle den HC Fraureuth mit 31:29 (15:9) und buchten damit das Halbfinal-Ticket.

"Dabei hat es in der Halbzeit noch gar nicht danach ausgesehen, dass es am Ende ein an Spannung kaum zu übertreffendes Spiel werden würde", sagt Steffen Kopasz. Denn in den ersten 30 Minuten hatte seine Mannschaft alles im Griff. Die Mittweidaer gingen schnell in Führung und setzten mit ihrer Spielweise die Gäste aus Fraureuth unter Druck. Nach 15 Spielminuten lagen sie mit 7:3 deutlich in Front. Bis zur Halbzeit bauten sie diese Führung weiter aus und konnten sich einen Sechs-Tore-Vorsprung erarbeiten. "Das lag allerdings nicht nur an uns. Die Fraureuther haben auch reihenweise ihre Chancen vergeben und sich mit Fehlwürfen überboten", so der TSV-Coach.

Nach der Pause wurden die Gäste aus Westsachsen stärker. 13 Minuten vor Schluss war der scheinbar komfortable Mittweidaer Vorsprung auf einen Treffer Differenz geschmolzen (21:20). "Jetzt war in erster Linie der Kampfgeist meiner Mannschaft gefragt", so Kopasz. Die Fraureuther blieben vor allem über den Rückraum gefährlich. Das Spiel der Gäste lief vor allem über Marco Kleinfeld, den die Mittweidaer Abwehr nicht mehr in den Griff bekam. Doch der Kampf der Mittweidaer lohnte sich. Sie verhinderten den Ausgleich und legten ihrerseits noch eine Schippe drauf (26:23/54.). Zwei Minuten vor Spielende kamen die Fraureuther abermals auf ein Tor heran. Plötzlich waren die Gastgeber unter Druck, Albert Keil erhöhte auf 30:28. Doch eine halbe Minute vor der Schlusssirene verkürzte Marcel Geßner noch einmal. "Wir wollten auf keinen Fall in die Verlängerung", sagt Steffen Kopasz. Während die Gäste nun versuchten, die Mittweidaer mittels einer offenen Manndeckung zu einem Fehler zu zwingen, blieben die TSV-Männer cool. Philipp Rogler erzielte eine Sekunde vor dem Ende den entscheidenden Treffer zum 31:29 - ein Kraftakt. Trotz der Freude über den Sieg dachten die Mittweidaer aber auch an den gegnerischen Torwart. "Wir wünschen Christian Kolath gute Besserung. Er musste aufgrund eines Kopftreffers im Krankenhaus untersucht werden."

Neben den Mittweidaern schafften noch der Bezirksliga-Letzte, Burgstädter HC (35:34 gegen HSG Freiberg III), sowie die Bezirksklasse-Vertreter Sachsen Werdau (29:25 gegen Einheit Claußnitz) und die dritte Mannschaft aus Plauen-Oberlosa (36:30 bei der HSG Sachsenring II) den Einzug ins Halbfinale. Die Mittweidaer haben damit gute Chancen, im Pokal sogar den ganz großen Wurf zu landen. Für sie geht es am 29. Februar in der Liga bei der HSG Rottluff II weiter. (mit gbö)


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