Mit Volldampf ins Spitzenspiel

Die Landesliga-Fußballer von Germania Mittweida empfangen am Sonntag den FC Lößnitz. An diesen Gegner haben die Mittelsachsen durchaus gute Erinnerungen.

Mittweida.

Nein, die Tabelle der Landesliga hat in den vergangenen Tagen nicht im Versicherungsbüro von Harald Kaehs gehangen. "Doch ab und an werfe ich schon einmal einen Blick darauf", sagt der Vereinspräsident von Germania Mittweida mit einem Schmunzeln. Zwei Wochen lang durften sich die Mittweidaer Fußballer (1. Platz/9 Punkte) an der Spitze der Sachsenliga sonnen. Am Sonntag sind sie erstmals Teil eines Spitzenspiels in der höchsten Liga des Freistaats.

Zu Gast ist der Tabellenzweite FC Lößnitz (2./7). "Und wer weiß, wann es solch ein Spitzenspiel wieder in Mittweida gibt", sagt Kaehs. "Es wäre schön, wenn die Mannschaft eine tolle Kulisse erhält. Das Spiel am Sonntag bietet sich ja für einen kleinen Sonntagsspaziergang zum Stadion an." Ein Spaziergang wird die Partie gegen die Gäste aus dem Erzgebirge keineswegs. "Sie werden auch in dieser Saison wieder oben in der Sachsenliga mitspielen wollen", sagt der Vereinschef.

In Mittweida bleiben die Verantwortlichen nach dem erfolgreichen Saisonstart auf dem Teppich. "Wir werden jetzt nicht rückwärts durch die Stadt laufen. Die neun Punkte helfen uns im Kampf um den Klassenerhalt", sagt Kaehs. Einen Aspekt hat der Vereinschef jedoch ausgemacht: "Nach den jüngsten Verletzungen ist die Mannschaft noch enger zusammengerückt." Markus Pietsch (Achillessehnenriss), Mohanad Salim (Meniskus) und Tobias Heinrich (Bänderverletzung) werden teilweise noch Monate ausfallen. "Dafür haben sich unsere jungen Spieler super eingefügt. Natürlich fehlt es bei ihnen an Robustheit, aber sie bekommen ihre Chancen und sind bereit, auch auf der Ersatzbank Platz zu nehmen."

Germania-Trainer Uwe Schneider sieht die aktuelle Tabellensituation nüchterner. "Es ist gerade einmal ein Zehntel der Saison absolviert und die Tabelle hat noch keine große Aussagekraft", sagt der 58-Jährige. "Wir wissen, dass wir uns da oben nicht etablieren werden. Die Jungs sollen ohne Druck in die Partie gehen." Schneider sieht sein Team trotz der außergewöhnlichen Tabellenkonstellation als "krassen Außenseiter" gegen die Erzgebirger. "Lößnitz ist in allen Mannschaftsteilen mit viel Klasse und Erfahrung besetzt." Gegen diese Mischung müsse seine Mannschaft Leidenschaft und Mentalität entgegensetzen, so der Coach. "In Lößnitz waren wir in der Vorsaison klar unterlegen, und beim 2:1-Heimsieg im Frühjahr hatten wir eine Menge Glück."

Zudem gelte es am Sonntag, die Partie so lange wie möglich offenzuhalten. "Ich vermute, dass Lößnitz in der Anfangsphase ordentlich Druck machen wird. Sie sind für mich diese Saison das spielstärkste Team in der Sachsenliga." Trainer der Lößnitzer ist René Klingbeil, der in seiner aktiven Zeit unter anderem für den Hamburger SV in der Bundesliga aufgelaufen ist.

Fußball-Sachsenliga So., 15 Uhr: SVGermania Mittweida - FC Lößnitz (Stadion am Schwanenteich)

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