Mittweidaer stößt zu Silber

Bei der Landesmeisterschaft der Senioren-Leichtathleten haben auch regionale Starter abgeräumt. Jürgen Manig aus Mittweida holte fünf Medaillen, Matti Herrmann aus Frankenberg einen Sonderpreis.

Mittweida.

Die 27. Landesmeisterschaft der Senioren-Leichtathleten sowie die Sächsischen Hochschulmeisterschaften wurden am Wochenende in Mittweida gut angenommen. Zu Gast waren 203 Senioren und 49 Studenten, die die neuen Landesmeister unter sich ausmachten.

Jürgen Manig vom TSV Fortschritt Mittweida hat zwar längere Zeit mit Wettkämpfen ausgesetzt, wollte es aber nun wieder wissen. "Ich wollte einfach einmal sehen, wie ich im Vergleich zu anderen stehe", sagt der Frankenauer. Dabei gab es aber noch ein Hindernis zu überspringen. "Ich bin noch Mitglied beim BSC Motor Rochlitz, aber die haben keine Leichtathletik-Abteilung mehr. Da ich als Gaststarter nicht teilnehmen durfte, habe ich mich eine Woche vor den Wettkämpfen zudem dem Mittweidaer Verein angeschlossen", sagt er. Die Mühen haben sich gelohnt. Mit der Kugel (9,50 m) und dem Diskus (25m) holte er jeweils Silber in der Altersklasse M 75, Bronze gab es für ihn außerdem über die 100 und 200m sowie beim Speerwerfen.

Auf den Sonderpokal des Mittweidaer Oberbürgermeisters darf sich bald Matti Herrmann von der SG Vorwärts Frankenberg freuen. Er wurde in der AK M 35 mit 4,20 m im Stabhochsprung Landesmeister.

In der ältesten Klasse der Männer ab 85 Jahren startete Manfred Kunze vom SV Motor Hainichen. Der ehemalige Kreisvorsitzende der Leichtathletik, der nach wie vor zu Senioren-Weltmeisterschaften und -Europameisterschaften reist, belegte im Speerwurf mit 14,99 Metern den 2.Platz, war jedoch nicht zufrieden mit seiner Leistung: "Leider funktioniert bei mir nicht mehr der Lauf, wodurch ich mit dem Speer und mit der Kugel antreten muss." Trotzdem belegte Kunze bei den Weltmeisterschaften in Südkorea den 3. Platz in beiden Disziplinen.

Ebenfalls im Speerwurf erfolgreich zeigte sich Klaus Fischer (70) vom TSV Olbernhau. Er begann seine Karriere vor rund 20 Jahren und ist positiv überrascht von der neuen Anlage in Mittweida. "Der Sportplatz ist rundum einfach sehr schön."

Auch die Sächsischen Hochschulmeisterschaften durften sich über viele Teilnehmer aus Dresden, Leipzig und Chemnitz freuen. Drei Starterinnen dieser Universitäten werden von Sylvio Christ vom TVL Freiberg trainiert. Unter seiner Aufsicht ist auch ein Senior, seinen jüngeren Athleten gibt er aufgrund der Entfernung einen Trainingsplan mit zum Studium. "

Den sportlichen Höhepunkt des Wochenendes markierte Bastian Rudolf von der TU Dresden. Er erreichte im Hochsprung einen neuen sächsischen Hochschulrekord von 2,15 Metern. Insgesamt waren die Teilnehmer zwischen 20 und 85 Jahre alt. Dies sei ein Vorteil des diesjährigen Wettbewerbs gegenüber anderen neuen Bundesländern, meint Bernd Kipping. Der Ehrenpräsident des Leichtathletikverbandes Sachsen freute sich zudem über die gelungene Generalprobe im neuen Stadion: "Das Schöne an dieser Anlage ist die kleine Tribüne, die als Rückzugsort für die Athleten dient. Außerdem haben wir hier in Sachsen immer wieder konstante Teilnehmerzahlen, worüber die Vertreter des Verbandes auch sehr erfreut sind."

Zusammen mit dem TSV Fortschritt Mittweida und der Stadt Mittweida glückte die Organisation der Sportveranstaltung, wie auch der Präsident des TSV Fortschritt Mittweida, Steffen Ziegler, berichtet: "Mit dieser ersten Großveranstaltung seit langer Zeit wollen wir uns natürlich auch für Folgeveranstaltungen bewerben." Dies funktionierte bereits im Vorjahr, als Mittweida die Nominierung für die Austragung der Mitteldeutschen Leichtathletikmeisterschaften bekam. Diese werden am 25. Juni am selben Ort ausgetragen. (mit rosd)

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