Mittweidaer Traditionsverein feiert Geburtstag

Seit 70 Jahren ist die HSG Bestandteil des Sports in der Stadt. Bei der Feier blickten die Mitglieder auf die Erfolge zurück.

Mittweida.

Der drittgrößte Mittweidaer Sportverein, die HSG, hat kürzlich mit einer Festveranstaltung sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. In der Altmittweidaer "Reichskrone" trafen sich jung und alt, um auf ihren Verein anzustoßen. Den sportlichen Auftakt bildete ein Bowling-Nachmittag, bevor die Feierstunde begann. HSG-Präsident Christian Andreis gab einen kurzen Abriss der Vereinsentwicklung, erinnerte dabei unter anderem an die Vereinsgründung 1949 unter der Bezeichnung HSG Ingenieurschule Mittweida sowie an die Neugründung als eingetragener Verein HSG Mittweida nach der Wende 1990. Mit den Sektionen Boxen, Fußball, Gerätturnen, Handball, Leichtathletik, Schach und Tischtennis startete der Verein vor 70 Jahren. 1951 kamen Faustball, Rudern, Schwimmen, Volleyball und Wintersport hinzu. In den 1960er Jahren kam noch Fechten unter der Leitung von Rüdiger Borck hinzu, zwei Jahre später wurde das sportliche Angebot um die heute mitgliederstärkste Abteilung Judo ergänzt. Derzeit hat der Verein die Abteilungen Go, Karate, Mountainbike, Seniorensport, Yoga und Tischtennis. "Die kleinste Abteilung hat zwei Mitglieder, die größte 120", so Andreis.

Der Kinder- und Jugendanteil liegt bei 40 Prozent. "Darauf können wir stolz sein", sagte der Vereinschef. Auch vom Namen solle man sich nicht täuschen lassen: Obwohl es noch enge Kontakte zur Hochschule gibt, ist der Verein inzwischen selbstständig. Das Kürzel HSG hat also nicht mehr die ehemalige Bedeutung Hochschulsportgemeinschaft, sondern wird lediglich im Namen weiter geführt.

Nicht nur regional, auch überregional brachten die Mittweidaer herausragende Sportler hervor. So wurde Axel Körber in den 70er Jahren Studentenmeister der DDR im Tischtennis. Aber auch aktuell haben die Mittelsachsen einiges zu bieten: So erkämpfte Judoka Thomas Villmann 2014 bei den Deutschen Ü-30-Meisterschaften in der Kategorie M50 (60 Kilogramm) die Bronzemedaille erkämpfen. Regelmäßig sind die HSG-Judokas außerdem unter Sachsens Besten vertreten. Und im Tischtennis schafften die HSG-Damen den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga, in der die Judoka den 5. Platz erreichten.

Doch nicht nur den Sportlern wurde gedankt, auch den Vereinsvorsitzenden seit 1991 wurden noch einmal geehrt. "Insbesondere das kurze, aber wunderschöne Projekt Basketball Damen in der Regionalliga" bleibe lange in Erinnerung, so der Vorsitzende.

Andreis würdigte weiterhin die Arbeit der Trainer. "Bleibt uns treu. Ihr seid unser wichtigstes Kapital." Das, was die Übungsleiter leisten, sei nicht selbstverständlich, so der HSG-Vorsitzende weiter.

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