Motor gibt am Netz wieder Gas

Fünf lange Jahre mussten die Hainichener Volleyballer warten, um wieder am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Nun freuen sie sich auf die Bezirksklasse.

Hainichen.

In der Saison 2014/15 ist in Hainichen letztmals um Punkte am Volleyballnetz gespielt worden, damals noch in der Kreisunion. Zwar erkämpfte das Team damals den 1. Platz und den daraus resultierenden Aufstieg in die Bezirksklasse, in der die Hainichener früher jahrzehntelang aktiv waren - allerdings fehlte im folgenden Jahr das nötige Spielerpersonal, sodass der SV Motor schweren Herzens auf die Teilnahme verzichtete.

Seitdem ist viel passiert. In den vergangenen Jahren legten die Verantwortlichen den Fokus darauf, neue Spieler für den Verein zu gewinnen. Hauptsächlich über die Ausbildung von Jugendspielern sollte dies gelingen, die nach und nach im Team integriert wurden. Dass nur vier der aktuell elf Spieler schon vor fünf Jahren aktiv waren, zeigt diesen Weg deutlich.

Einer davon ist Kapitän Tino Paschel, der mit Vorfreude auf die kommenden Punktspiele schaut. Einen bestimmten Tabellenplatz setze sich das Team dabei nicht als Ziel. "Wichtig ist, dass sich die Mannschaft findet und die jungen Spieler an den Spielbetrieb gewöhnen", sagt der 51-Jährige. Mit den "Jungen" meint er vor allem die vier U-18-Akteure. Die Altersspanne im Kader reicht von 15 bis 56 Jahren.

Mit diesem Mix aus Jung und Alt wollen die Hainichener so viele Punkte wie möglich holen - und ein Fundament für die nächsten Jahre schaffen. Über das "Comeback" im Spielbetrieb zeigt sich Paschel stolz. "Soweit ich weiß, sind wir die erste Mannschaft, die aufgehört und später dann wieder teilgenommen hat", sagt der Kapitän.

Während die Männer nun also wieder Punktspiele bestreiten, fehlen der Frauenabteilung des SV Motor, die es in der Vergangenheit bis in die Landesklasse geschafft hat, weiter Spielerinnen. "Es wäre schön, wenn sich auch noch ein paar Frauen finden würden, damit wir dort ebenfalls wieder ein Team bilden können", meint Paschel.

Die ersten beiden Spiele der Männer in der fünf Teams umfassenden Bezirksklasse Chemnitz Ost gegen den TSV Flöha (1:3) und den 1.VV Freiberg II (0:3) endeten zwar mit Niederlagen für den SV Motor. Dennoch konnte die Mannschaft viel Positives mitnehmen. "Im Angriff halten wir schon sehr gut mit. Nur an der Ballannahme und am generellen Zusammenspiel müssen wir noch arbeiten", erklärt Paschel, der beide Spiele über die volle Distanz bestritt.

Dementsprechend sehen sich die Hainichener bereit für den nächsten Heimspieltag: Am 16.November soll es gegen den SV Linda und den SSV Sayda dann die ersten Punkte nach dem Neustart am Netz geben.

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