Motor gibt die rote Laterne ab

Schlusslicht Brand-Erbisdorf hat bei Mittweida II 2:1 gewonnen - hatte dabei aber auch eine große Portion Glück.

Mittweida.

Nicht nur an der Tabellenspitze, auch am Ende der Mittelsachsenliga hat es einen Wechsel gegeben: Schlusslicht Motor Brand-Erbisdorf setzte sich gestern beim SV Germania Mittweida II mit 2:1 (2:1) durch und gab die rote Laterne an Aufsteiger Siebenlehn ab. "Im Nachhinein war unser Sieg natürlich glücklich - aber dieses Glück hat uns in den vergangenen Wochen gefehlt", sagte Robert Hunger, der Co-Trainer des FSV Motor, der mit 8Punkten gar auf Rang 11 vorfuhr.

Der Tabellenletzte ging dabei mit einer Fünferkette zu Werke und überließ Mittweida das Spiel. Die Gastgeber nahmen die Aufgabe an, hatten die besseren Chancen und erzielten nach 12 Minuten die verdiente Führung. Luis Wiltzsch bestrafte einen Ballverlust der Gäste. Mittweida machte dann Fehler und lud Motor zu Chancen ein. Eric Lehmann erzielte nach einem Eckball den Ausgleich und belohnte seine Männer für eine starke Drangphase.

In der Folge drängte Germania auf die erneute Führung, fing sich jedoch kurz vor der Pause ein erneutes Kontertor ein: Pinka verwertete ein starkes Zuspiel von Lehmann (43.). "Wir haben gut angefangen, dann aber zu sehr nachgelassen", sagte Germania-Trainer Jörg Herrmann.

Den besseren Start in die zweite Hälfte hatte Germania. 20 Minuten vor Schluss jagte Mittweidas bester Mann Dominik Krebs einen Freistoß an die Unterkante der Latte. Der Ball war jedoch nicht hinter der Linie, entschied Schiedsrichter Kühn. Krebs hatte auch die letzte Möglichkeit der Partie: Er köpfte den Ball gegen die Hand eines Branders, der Schiedsrichter gab aber keinen Elfmeter. Mittweidas Kevin Wehner flog zudem nach Schiedsrichterbeleidigung vom Platz.

"Wir konnten den Schwung der vergangenen Wochen mitnehmen und haben drei wichtige Punkte geholt", sagte FSV-Co-Trainer Hunger. Germania-Coach Herrmann zog trotz der Niederlage eine positive Bilanz nach dem ersten Drittel der Saison: "Wir haben heute zwar gegen den Tabellenletzten verloren, aber aufgrund unserer dünnen Personaldecke bin ich zufrieden mit dem, was wir bisher geleistet haben."

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