Motor überrascht zum Start

In der Mittelsachsenliga haben die Fußballer aus Brand-Erbisdorf ein erstes Erfolgserlebnis gefeiert. Einige Staffelfavoriten zeigten sich schon gut aufgelegt.

Brand-Erbisdorf/Rochlitz.

In den vergangenen Spielzeiten haben die Fußballer des FSV Motor Brand-Erbisdorf noch nie einen Auftakterfolg in der Mittelsachsenliga feiern können. Dieses Jahr ist der Mannschaft von Steffen Teichert hingegen ein Start nach Maß gelungen. Der 2:1 (2:0)-Sieg über den Oederaner SC sorgt für Euphorie bei den Brandern.

"Gerade in der ersten Halbzeit haben wir eine hervorragende Leistung gezeigt. Das Team hat mutig agiert und spielerisch sowie kämpferisch überzeugt", freut sich Motor-Trainer Steffen Teichert. Durch zwei Standardsituationen gingen die Brand-Erbisdorfer in Führung. "Hinten raus wurde es dann noch einmal eng", so Teichert, der nach dem Anschlusstreffer der Oederaner in der 72. Minute bangen musste. "Der Sieg hat uns gut getan, vor allem, da wir auch jahrelang nicht gegen Oederan gewinnen konnten." Beim OSC hatte man sich den Saisonstart anders vorgestellt. "Wir waren offensiv nicht kreativ genug", sagte Coach Nils Hähner. Nach dem Seitenwechsel habe sein Team das Spiel dann bestimmt, aber die wirklich zwingenden Chancen blieben aus."

Die Fußballer des BSC Motor Rochlitz, die im Vorjahr beim Abbruch der Saison mit lediglich zwei Siegen auf dem letzten Platz notiert waren, haben zum Auftakt ebenfalls ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Sie bezwangen den TSV Großwaltersdorf/Eppendorf mit 3:1 (1:1). Dreifacher Torschütze war Kapitän Christoph Eckart, der im Sommer vom Muldentaler Kreisligisten FSV Dürrweitzschen nach Rochlitz zurückgekehrt ist. Eckart brachte seine Farben nach einer Eingabe von Kluger in Front (22.). Kurz vor der Pause glichen die Gäste durch Lorenz aus (42.). Die Rochlitzer kamen mit neuem Schwung aus der Kabine. Nachdem Eckart noch aus Nahdistanz am Gästekeeper scheiterte (47.), brauchte der BSC-Kapitän wenig später nach einem Wetzig-Solo den Ball nur noch in den leeren Kasten einnetzen (51.). In der 68. Minute war er erneut zur Stelle. "Unser Sieg geht voll in Ordnung", sagte der Rochlitzer Trainer Lars Berger. "Vor allem bei Kopfbällen und Zweikämpfen waren wir sehr präsent."

Für den Hainichener FV verlief der Start in die Spielzeit ernüchternd. Das Team von Trainer Mirko Zaeske verlor auf dem heimischen Kunstrasen gegen den SV Geringswalde/Schweikershain mit 0:1 (0:0). Der Coach haderte dabei mit dem Spielverlauf. "Wir treffen zweimal die Latte und schießen sogar drei Tore, wovon keines Anerkennung findet", ärgerte sich Zaeske. "Es ist eines der bittersten Saisoneröffnungsspiele, die ich je miterlebt habe. Meiner Mannschaft kann ich hingegen keinen Vorwurf machen." Das Siegtor für die Gäste erzielte Jesse Walter nach einem Konter in der 67. Minute. "Auch das hätten wir verhindern können."

Der TSV Langhennersdorf ist mit einem ungefährdeten Sieg in die Spielzeit gestartet. Beim 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Aufsteiger Wacker Auerswalde trafen Willi Wahsner (2) und Julian Kindler für den Staffelfavoriten. TSV-Trainer Rudi Lassen war zufrieden mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft: "Die Auerswalder waren ein unbequemer Gegner. Sie standen sehr tief und haben mit vielen langen Bällen agiert, aber wir haben uns trotzdem eine Menge Chancen erspielt." Die Ausbeute sei aber noch ausbaufähig, so Lassen. Sorge macht dem Langhennersdorfer Trainer derweil die Verletztenliste. Neben fünf Spielern, die den Saisonstart verpassten, verletzte sich nun auch Nico Kindler bereits nach 15Minuten. "Wir müssen jetzt hoffen, dass sich alle wieder schnell regenerieren."

Erster Tabellenführer der Liga ist die zweite Mannschaft von Germania Mittweida, die zu Beginn eine ersatzgeschwächte Elf von Barkas Frankenberg 7:0 (3:0) bezwang. Dabei bekamen die Mittweidaer aber Hilfe aus dem Landesliga-Kader: Tobias Grau (3), Andreas Hönig und Kevin Frieden trugen sich in die Torschützenliste ein.

Für den Siebenlehner SV verlief der Saisonstart nicht nach Wunsch. Die Mannschaft von Trainer Andreas Schnobl unterlag dem Hartmannsdorfer SV mit 0:1 (0:0). "Wir hatten sechs Chancen, Hartmannsdorf zwei. Das zeigt schon, dass wir mehr verdient gehabt hätten", so der Coach.

Der TSV Flöha bezwang zuhause den BSC Freiberg II mit 5:1 (2:1). Doch TSV-Trainer Mirko Schwoy hat nicht alles gefallen: "Ich war froh, als der Schiedsrichter pünktlich zur Halbzeit gepfiffen hatte", so der Coach über die damit überstandene Druckphase der Freiberger. Unser drittes Tor war dann beruhigend, aber generell muss meine Mannschaft auf dem Platz mehr kommunizieren."

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