Motor will nicht wieder stolpern

Im Viertelfinale des Kreispokals reisen die Rochlitzer Fußballer am Samstag zum Oederaner SC. Dort gab es für den BSC in den vergangenen Jahren nie etwas zu holen.

Rochlitz.

Auswärtsspiele beim Oederaner SC sind für die Fußballer des BSC Motor Rochlitz zuletzt nie eine Reise wert gewesen. Die vergangenen vier Gastspiele verloren die Rochlitzer jeweils mit einem Tor Unterschied. Am Samstag geht es im Erzgebirge nicht um Punkte, sondern um ein Ticket fürs Kreispokal-Halbfinale. Nachdem die BSC-Fußballer ihr Heimspiel gegen Oederan am vergangenen Sonntag in der Liga 2:1 gewannen, erwartet BSC-Trainer Bertram Fischer nun ein anderes Spiel.

"Es werden sich sicherlich wieder zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen und ich bin gespannt, wie wir auf dem dortigen Rasenplatz zurechtkommen", sagt der Coach. Da die Rochlitzer den Großteil ihrer Spiele inzwischen auf Kunstrasen austragen und darauf auch trainieren, werde die Partie in Oederan eine Umstellung für sein Team. "Dennoch wollen wir eigentlich nicht ganz so lange in Oederan bleiben", sagt er im Hinblick auf eine mögliche Verlängerung und ein Elfmeterschießen, das er nicht trainiert hat. "Am Freitag haben nach der Einheit einige mal vom Elfmeterpunkt geschossen, aber das mehr aus Spaß." Seine Mannschaft solle am Samstag versuchen, so lange wie möglich die Begegnung offenzuhalten. "Es wäre schön, wenn diesmal die zweite oder dritte Chance von uns auch gleich ein Tor ist." Bei der Niederlage in der Liga im Herbst (0:1) sei seine Mannschaft lange Zeit dem Rückstand vergebens hinterhergerannt. "Inzwischen hat der Pokalwettbewerb für uns einen Reiz und das Halbfinale ist ein schönes Ziel."

Während Fischer bei den Feldspielern nahezu aus dem Vollen schöpfen kann - lediglich Felix Wetzig fällt aus und Christopher Meinel könnte sein Comeback feiern - hakt es auf der Torwartposition. Voraussichtlich wird Fischer keiner seiner vier Schlussmänner zur Verfügung stehen. "Ich werde wohl im Juniorenbereich nachfragen müssen, ob ein Torwart Zeit hat", sagt er schmunzelnd.

Oederans Trainer Steffen Günther muss vor dem Pokalmatch keine Gegnerbeschreibung abgeben. Für die 1:2-Niederlage vom Sonntag will sich seine Mannschaft revanchieren. "Da haben wir es nicht geschafft, ein Unentschieden über die Zeit zu bekommen und einen späten Gegentreffer kassiert. Das soll anders werden", sagt Günther.

Pokalverteidiger TSV Flöha muss beim LSV Großhartmannsdorf aus der Mittelsachsenklasse antreten. Für TSV-Trainer Steffen Bergmann spielt dabei die Liga, in der der Gegner um Punkte kämpft, keine Rolle. "Wir wissen alle, dass es im Pokal immer wieder Überraschungen gibt", sagt Bergmann und fordert von seinen Männern eine Steigerung gegenüber dem jüngsten 2:0 gegen Langhennersdorf. "Es gibt zum Beispiel im Zweikampfverhalten und im Passspiel noch Reserven zu erschließen", sagt der Flöhaer Übungsleiter. Das wüssten auch seine Spieler. Sie sollten diese Mängel gegen Großhartmannsdorf abstellen, um im Rennen um den "Pott" zu bleiben.

Und auch beim SV Lichtenberg würde man am Saisonende gern den Pokal in die Höhe recken. Voraussetzung dafür ist zunächst ein Heimsieg gegen den SV Mulda. Davon, dass Lichtenberg den Ortsnachbarn im November in der Mittelsachsenliga mit 11:1 abfertigte, will der Lichtenberger Trainer Manuel Kluge nichts mehr wissen. "Dieser Auftritt muss ganz schnell aus unseren Köpfen", sagt der 28-Jährige. Der Cupsieger von 2016, TSV Großwaltersdorf/Eppendorf, reist zum Kreisligisten TuS Großschirma. (mit kbe)

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