Neuanfang mit altem Bekannten

Die Bezirksliga-Handballer des TSV Fortschritt Mittweida starten in Oederan ins Pflichtspieljahr. Trainer-Rückkehrer Steffen Kopasz möchte das Ruder mit dem Team herumreißen.

Mittweida.

Obwohl das Pflichtspieljahr 2019 für die Bezirksliga-Handballer des TSV Fortschritt Mittweida (8.Platz/10:12 Punkte) versöhnlich geendet hat - die Mittweidaer zogen zum Schluss ins Bezirkspokal-Viertelfinale ein - gab es noch einen Paukenschlag: TSV-Trainer Marco Bischoff trat zurück. "Wenn man auf die Tabelle sieht, haben wir unsere Saisonziele offensichtlich verfehlt. Und bevor es noch brenzliger wird, wollte ich die Notbremse ziehen", sagt der Ex-Trainer, der erst im Sommer das Team übernommen hatte.

Sein Nachfolger ist zugleich sein Vorgänger: Steffen Kopasz hat sich bereit erklärt, das Team bis zum Saisonende zu trainieren. "Die Übungsleiter stehen ja in der Bezirksliga nicht Schlange. Damit der Verein genug Zeit für die Suche hat, habe ich relativ schnell zugesagt." Für Kopasz ist es die dritte "Amtszeit" bei den Mittweidaer Bezirksliga-Männern. "Die Mannschaft ist zu Jahresbeginn auf mich zugekommen und hat mich gebeten, noch einmal auszuhelfen."

Den Großteil des Teams kennt Kopasz nach wie vor. "Ich habe in der Hinrunde, die sich alle etwas anders vorgestellt haben, auch einige Partien gesehen. Doch als Zuschauer schaut man natürlich nicht so genau hin wie als Trainer." Wichtig sei auch, dass die Mannschaft jemanden an der Seitenlinie stehen hat, der zugleich nicht auf dem Feld aktiv ist. "Die Trainingseinheiten hätten die Jungs sicherlich selbst gestalten können, doch die taktischen Anweisungen im Spiel sollten von jemanden kommen, der es von außen sieht." Für Kopasz selbst sei momentan noch wichtig, sich vom Leistungsstand der einzelnen Spieler zu überzeugen.

Die erste Gelegenheit bietet sich ihm am Samstag beim Auswärtsspiel in Oederan (9./9:17). Das mittelsächsische Duell ist gleich für beide Mannschaften ein richtungsweisendes für die Rückrunde. "Wir haben jetzt keine Punktevorgabe ausgegeben, sondern wollen von Spiel zu Spiel denken", sagt Steffen Kopasz, dessen Mannschaft gegenüber den meisten Kontrahenten noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand hat.

Deutlich entspannter läuft die Saison dagegen bei den Mittweidaer Frauen (4./16:8) in der Bezirksklasse, die sogar im Meisterrennen dabei sind. Auch sie fahren am Samstag zum HV Oederan (12./1:25) und gelten dort als klarer Favorit. Mit einem Auswärtssieg ist für die Damen von Trainerin Sabine Podzimek sogar der Sprung auf einen der ersten drei Plätze möglich.

Gleiches gilt im Falle eines Erfolgs auch für die Frauen des BSC Motor Rochlitz (3./17:9), die am Samstagnachmittag die zweite Mannschaft von Rotation Weißenborn (5./15:11) empfangen. Die Rochlitzerinnen sind seit sechs Partien ungeschlagen und kletterten seit Herbst in der Tabelle gehörig nach oben. Für die Bezirksklasse-Männer der HSG Rochlitz/Geringswalde (11./4:22) steht das Kellerduell gegen Mitaufsteiger Fortschritt Mylau-Reichenbach (12./4:22) auf dem Programm.

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