Neues Abenteuer für HSV-Männer?

Der Sächsische Volleyballverband hat über die Auf- und Abstiegsregelung der abgebrochenen Saison beschlossen. Für einige Teams der Region könnte es nach oben gehen.

Hennersdorf/Freiberg.

Auch wenn es zu Ostern aufgrund der Corona-Pandemie wohl wenig Grund zum Feiern gibt - die Volleyballer des Hennersdorfer SV könnten sich zumindest selbst ein schönes Ei ins Nest legen. Nachdem der Sächsische Volleyballverband Ende voriger Woche endgültig über die Wertung der vorzeitig beendeten Saison entschieden hat, könnten die HSV-Männer nun als Staffelsieger der Bezirksliga in die Sachsenklasse zurückkehren. Der Sächsische Volleyballverband hat vergangene Woche die Wertung der abgebrochenen Saison hinsichtlich der Auf- und Abstiegsregelung konkretisiert. So erhalten Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf einem Aufstiegsplatz stehen, das Aufstiegsrecht für die höhere Spielklasse.

Mit "Fifty-fifty" bezeichnet Udo Haußmann, Trainer und Volleyball-Abteilungsleiter von Bezirksliga-Spitzenreiter Hennersdorfer SV, die Chancen, ob der Verein das Angebot annimmt. "Das wäre natürlich ein interessantes Abenteuer, nochmals die Sachsenklasse anzugehen", sagt der 55-Jährige. "Andererseits werden wir auch nicht jünger." Der Spielertrainer hat alle Akteure um ihre Meinung gebeten, nach Ostern werde es eine Entscheidung geben. Die HSV-Damen als Erster der Kreisklasse Mittelsachsen hätten von ihrem Aufstiegsrecht ohnehin keinen Gebrauch gemacht, so der Hennersdorfer Volleyballchef.

Die Bezirksliga-Männer des SV Union Milkau dürften als Bezirksliga-Zweiter theoretisch aufsteigen, hatten aber bereits verkündet, auf eine Rückkehr in die Sachsenklasse zu verzichten. Bei den Milkauer Frauen sieht das anders aus: Sie nehmen als Zweite ihrer Bezirksklasse-Staffel die Bezirksliga in Angriff. "Ich habe die Aufstiegsmeldung sofort nach Bekanntwerden der Regelung an den Bezirksspielwart gesendet", sagt der Milkauer Volleyball-Abteilungsleiter Denny Jonies.

Die Männer des 1. VV Freiberg, die in der Sachsenklasse zumindest theoretische Aufstiegschancen hatten, werden dagegen in ihrer Spielklasse bleiben, erklärt Vereinsvorsitzender Frank Kempe. "Die Mannschaft hat eine sehr gute Saison gespielt, will aber nur aufsteigen, wenn sie es wirklich sportlich geschafft hätte." Dagegen habe man die zweite Vertretung, die in der Bezirksklasse in den Play-offs stand, für die Bezirksliga gemeldet, so Kempe. Ebenso die Damen, die in der aktuellen Bezirksliga-Saison auf einem Abstiegsplatz standen. "Die junge Truppe hat das Potenzial für diese Liga, muss aber weiter Erfahrungen sammeln und sich mental festigen", begründet der 56-jährige VVF-Chef die Entscheidung.

Auch zwei Teams des SV Siltronic Freiberg stehen in der Meldeliste für die Bezirksliga 2020/21. Die Männer hätten trotz des aktuell letzten Platzes in dieser Serie gezeigt, "dass sie in der Liga mithalten können", sagt Co-Vereinschef Dietmar Schulze. Bei vier ausstehenden Spielen lag der Aufsteiger nur zwei Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz. Den Siltronic-Damen fehlten dagegen in der Bezirksklasse zwei Zähler auf den Relegationsplatz. Schulze: "Sie wollen die Bezirksliga unbedingt anpacken." (mit rosd)


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