Ohne Trainer auf die Zielgerade

Am vergangenen Sonntag rutschten die Fußballer von Barkas Frankenberg auf den letzten Platz der Mittelsachsenliga ab. Für Bernd Pertuch war dies vor dem Spiel beim Oederaner SC das Signal, die Reißleine zu ziehen.

Frankenberg.

Die Bilanz in diesem Pflichtspieljahr ist für die Mittelsachsenliga-Fußballer von Barkas Frankenberg (14. Platz/17 Punkte) mehr als ernüchternd. Acht Spiele in Folge gab es für den Landesklasse-Absteiger nichts Zählbares in der Liga. In der Vorwoche rutschte Barkas auf den letzten Platz der Liga ab. Es droht der Absturz aus der Landesklasse in die Mittelsachsenklasse binnen eines Jahres. Und zu allem Überfluss steht das Team jetzt auch noch ohne Cheftrainer da. "Ich habe der Mannschaft am Dienstagabend beim Training mitgeteilt, dass ich aufhöre", sagt Bernd Pertuch. "Wenn man keinen Erfolg hat, ist das der ganz normale Lauf der Dinge." Pertuch hatte die Mannschaft erst zu Saisonbeginn übernommen.

Eines ist auch ohne Trainer sicher: Barkas muss schnell zurück in die Spur finden, um weiter die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. "Natürlich wollen wir einen erneuten Abstieg vermeiden", sagt Danny Siegel aus der Abteilungsleitung des Vereins. Dass dieses Unterfangen schwer wird, weiß er aber auch. "Nach wie vor ist die Verletztenliste lang und es müssen am Sonntag wieder Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen." Dann geht die Reise für die Frankenberger zum Oederaner SC (5./32). "Wir halten als Verein weiterhin zusammen und denken von Spiel zu Spiel", so Siegel. Allerdings sind die Frankenberger weiterhin auf Punkte angewiesen, wenn es mit dem Klassenerhalt noch klappen soll. Am letzten Spieltag könnte es beim Siebenlehner SV zu einem echten Endspiel kommen. "Doch soweit denken wir noch nicht." Dass es in dieser Saison schwer werden würde, habe man im Verein gewusst, so Siegel. "Wir haben aufgrund der Abgänge nach Mittweida an Qualität verloren und uns daher frühzeitig entschlossen, auf die Landesklasse zu verzichten", so Siegel.

Ein wenig zittern müssen auch noch die Fußballer des BSC Motor Rochlitz (11./24), die den Klassenerhalt rechnerisch noch nicht eingetütet haben. An diesem Wochenende werden die BSC-Kicker allerdings nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Die beim TSV Langhennersdorf angesetzte Partie wurde bereits im April ausgetragen und endete 4:4. Sollte Barkas in Oederan nicht gewinnen, können die Rochlitzer endgültig weiter mit der Mittelsachsenliga planen.

Für die zweite Mannschaft von Germania Mittweida (6./31) sind die letzten drei Saisonspiele dagegen ein Schaulaufen. Rechnerisch ist Platz 5 noch möglich, doch im Heimspiel gegen den TSV Flöha (4./42) müssten die Mittweidaer da schon punkten.

In der Mittelsachsenklasse können sowohl der Hainichener FV zuhause gegen Sayda als auch der SV Geringswalde/Schweikershain in Bräunsdorf mit eigenen Siegen ihre Aufstiege in die Mittelsachsenliga perfekt machen. Der Vorletzte SVMarbach muss beim Sechsten in Burkersdorf antreten.

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