Peniger Damen ziehen die Reißleine

Die Handballerinnen des TSV ziehen sich aus der Bezirksliga zurück. Viele Leistungsträgerinnen verließen das Team, das nun arg dezimiert auf Punktejagd geht.

Penig.

"Einer für alle, alle für einen" - der Schlachtruf der Peniger Handballerinnen wird in der kommenden Saison etwas leiser ausfallen als in den vergangenen Spielzeiten. Denn die TSV-Damen müssen einen Aderlass verkraften. Nur noch elf Spielerinnen, darunter viele, die in anderen Bundesländern studieren, stehen momentan zur Verfügung. Daher zogen die Peniger Verantwortlichen in den vergangenen Tagen die Reißleine: Nach etlichen Jahren auf Bezirksebene ziehen sich die Peniger Frauen in die Kreisliga zurück und müssen dort einen Neuanfang starten.

Sportlich wären die Peniger Frauen in der vergangenen Saison ohnehin aus der Bezirksliga abgestiegen. Mit lediglich fünf Punkten landeten sie auf den letzten Platz. "Der Verband wollte aber die Bezirksliga mit zwölf Mannschaften erhalten und hat daher bei uns angefragt, ob wir in der Liga bleiben wollen", sagt der Peniger Trainer Heiko Schneider. Zunächst nahmen die TSV-Verantwortlichen den Vorschlag an, doch nun erfolgte doch der Rückzug. "Nachdem einige Leistungsträgerinnen kürzertraten oder den Verein gewechselt haben, haben wir noch einmal beraten", erklärt Schneider. Allerdings hat der Verband dem Vorhaben, in die Bezirksklasse zu gehen, einen Riegel vorgeschoben, um die neue Staffel nicht zu ändern. "Somit blieb nur die Kreisliga."

Dort müssen die Penigerinnen aber auf Julia Korb verzichten. Die Torjägerin, die in der Vorsaison mit 148Treffern die beste Schützin der Liga war, schloss sich dem BSV Limbach-Oberfrohna an. "Sie hat uns schon lange mitgeteilt, dass sie sich noch einmal verändern will", sagt Schneider. Mit Tina Voigt (private Gründe) und Claudia Pesth (nach Rochlitz) zogen sich weitere erfahrene Spielerinnen zurück. Deshalb sollen nun die jungen TSV-Damen für Wirbel sorgen. Als erfahrene Frauen sind die Trainertöchter Carmen und Verena Schneider dabei.

"Ich denke, dass wir in der Kreisliga gut mitmischen können und streben den Aufstieg an", sagt Heiko Schneider, der so schnell wie möglich wieder in den Bezirk will.

In der Kreisliga treffen die Penigerinnen unter anderem auf den Geringswalder HV, Einheit Claußnitz und den VfB Flöha. In dieser Staffel gehen ab September zehn Mannschaften an den Start. Die TSV-Damen müssen dabei offiziell als TSV Penig II. "Das hat sportrechtliche Gründe", sagt der Spielleiter der Kreisliga, Heiko Neubert. "Durch den Rückzug aus der Bezirksliga können die Penigerinnen so kurzfristig in der Kreisliga nicht als erste Mannschaft aufgelistet werden."

Das erste Spiel der jungen Peniger Damen findet voraussichtlich am 14. September zuhause gegen den SV Schneeberg II statt. Zuvor gibt es am 1. September im Bezirkspokal ein Wiedersehen: Dann trifft der TSV Penig auf Limbach-Oberfrohna und Julia Korb.

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