Piloten meistern Herausforderung

Bei der 13. Enduro-Challenge in Lichtenberg haben sich mehr als 400 Fahrer nichts geschenkt. Auf der anspruchsvollen Strecke kamen zwei Erzgebirger besonders gut zurecht.

Lichtenberg.

Die Enduro-Challenge Lichtenberg hat sich zu einer festen Größe in der Geländesport-Szene entwickelt. Auch diesmal konnten sich die Organisatoren über ein proppenvolles Starterfeld freuen: 203Zweier-Teams aus ganz Deutschland zog es am Sonnabend zur 13. Auflage des Motorsportspektakels in die Erzgebirgsgemeinde.

Für alle galt es zunächst, in vier Stunden möglichst viele Runden auf dem zwölf Kilometer langen Geländekurs abzuspulen. Die Strecke hielt dabei allerlei Leckerbissen parat, welche die Herzen bei Fahrern und Zuschauern gleichermaßen höher schlagen ließen: Kernige Steilauffahrten, knifflige Waldpassagen, die legendäre Kuhstall-Durchfahrt, eine äußerst rutschige Steilabfahrt und am Ende noch ein anspruchsvoller Parcours über Felsen, Holzstämme und Betonschwellen - alles erforderte viel Geschick und fahrerisches Können. Am besten kam das Duo Michel Lang und Marvin Poller über die Runden, gefolgt von Louis Richter und Bastian Streit (Sherco Academy Flöha), die neben neun weiteren Teams zehn Runden schafften.

Doch damit nicht genug: Auf die besten 16 Duos wartete am Abend der sogenannte Epilog, der auf dem Hindernis-Parcours im Start-Ziel-Areal ausgetragen wurde. "Darauf freue ich mich am meisten", sagte Louis Richter - dem sein Teamkollege gern das Feld überließ. "Ich bin nicht so scharf darauf", gestand Bastian Streit. Er stehe noch nicht wieder so im Saft, "da ich bis vor wenigen Tagen mit meinen Abschlussprüfungen beschäftigt war und wenig Zeit zum Trainieren hatte", sagte der Augustusburger - der zuvor dennoch eine gute Figur gemacht hatte. "Es war nicht ganz einfach. Ich habe versucht, mir die Kräfte einzuteilen, aber dennoch das Tempo möglichst hochzuhalten, was letztlich gut geklappt hat", freute sich Streit.

Sein Teamkollege machte dann im Finale seine Sache sehr ordentlich. Nach Siegen im Viertel- und Halbfinale lag Richter im Endlauf zunächst an zweiter Stelle. Doch der Pockauer spielte sein fahrerisches Können aus und übernahm unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer die Spitze, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Hinter dem Gewinner-Duo, das sich zudem über 500 Euro Preisgeld freuen durfte, belegten Eddie Findling/Sebastian Stube sowie Kai Halbauer/Marc Wulf die Plätze 2 und 3.

Jonny Lippmann, der Chef des gastgebenden Enduro-Vereins Lichtenberg, war sehr zufrieden mit der Veranstaltung. "Ich habe bisher nur positive Resonanz von den Fahrern bekommen", sagte der 38-Jährige. Konditionell seien zwar viele an ihre Grenzen gestoßen, "aber es würde ja keine Challenge sein, wenn es eine Kaffeefahrt wäre", sagte Lippmann schmunzelnd. Vor der Herausforderung für die Enduropiloten hatte es wie aus Eimern geregnet und die Bedingungen zusätzlich erschwert. "Ich bin die Strecke selbst abgefahren, jede Baumwurzel wird da zum glitschigen Aal", sagte Lippmann. Auch wenn die Rundenzeiten etwas darunter litten, sei er froh gewesen, dass alle Teilnehmer besonnen gefahren sind und es keine Schwerverletzten gab, so der Wettkampfchef.

Die ganz jungen Fahrer, die vom Regen am meisten betroffen waren, konnte das Wetter ebenfalls nicht stoppen. 16 Junior-Piloten zwischen vier und zwölf Jahren gaben im Bambinilauf ordentlich Gas. "Der Plan war, dass die Kinder vormittags fahren, der Vater nachmittags - und die Mutter kräftig anfeuert", so Jonny Lippmann. So sei es ein toller Tag für die ganze Familie gewesen.

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