Rettendes Ufer weiter im Blick

In der Bezirksliga sind die Handballer von Grün-Weiß Niederwiesa dem Abstiegsgespenst einen Schritt voraus. Der Trainer möchte, dass das auch weiterhin so bleibt.

Niederwiesa.

Die Handballer des SV Grün-Weiß Niederwiesa können am Wochenende tief durchatmen. Aufgrund der Winterferien legt die Bezirksliga eine Pause ein. Damit haben die Männer von Trainer Martin Herwick Gelegenheit, sich auf die letzten sieben Saisonspiele einzustimmen. Doch egal wie man es dreht und wendet: Im Schongang können die Grün-Weißen nicht durchs letzte Drittel der aktuellen Serie gehen. Denn mit 11:19 Punkten und dem 9. Tabellenplatz ist der sichere Hafen des Klassenerhalts längst noch nicht erreicht.

Und das Restprogramm ist durchaus anspruchsvoll. So muss Niederwiesa unter anderem beim aktuellen Spitzenreiter Rotation Weißenborn antreten und bekommt es auch noch mit dem Tabellenzweiten HSG Aue/Schneeberg sowie dem Vierten des Klassements, dem TSV Oelsnitz, zu tun. Herwick bekommt deshalb aber keine weichen Knie. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass in der Liga jeder jeden schlagen kann. Natürlich braucht man gegen die Spitzenteams ein fast fehlerloses Spiel, um etwas holen zu können", sagt der Coach. Zugleich macht er aus seiner Überzeugung kein Geheimnis und gibts sich kämpferisch: "Wir werden auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen."

Seiner Analyse nach habe sich seine Truppe in den vergangenen Monaten im Abwehrbereich gesteigert, auch wenn 424 Gegentore nicht unbedingt dafür sprechen. Zum Vergleich: Tabellenführer Weißenborn kassierte mit einem Spiel mehr auf dem Konto nur 372 Treffer. "Sicherlich fangen wir uns zu viele Treffer durch mangelhaftes Rückzugsverhalten und die vielen technischen Fehler im Angriff ein. Sehr zufrieden bin ich hingegen mit unseren drei Torhütern", sagt Herwick.

Er tue sich jedoch damit schwer, einzelne Akteur hervorzuheben. "Sicherlich überzeugt Benjamin Clauß als sicherer Siebenmeterschütze, Marco Richter als Spielgestalter oder Steffen Tutzschky im Mittelblock der Abwehr. Aber insgesamt ist die mannschaftliche Geschlossenheit unsere Stärke", fasst er zusammen. Schwächen wolle er im internen Mannschaftskreis besprechen, dennoch lässt sich Herwick entlocken, dass sein Team "in der Offensive im Tempospiel wieder zulegen müsse". Clauß ist bisher mit 82 Treffern der erfolgreichste Torschütze in den Reihen der Grün-Weißen, gefolgt von Richter (54) sowie Christian Göschel (50).

Die Niederlagen in Werdau (23:24) und bei der HSG Rottluff/Lok Chemnitz II (30:32) würden ihn noch heute schmerzen, so Herwick. In diesem Zusammenhang führt der Trainer auch die Heimspiele gegen die USG Chemnitz (29:30) und den ZHC Grubenlampe II (25:26) auf.

Der Mission Klassenerhalt waren auch der zweimonatige Ausfall von Robert Oehmigen wegen Knieproblemen sowie die Verletzung von Silvio Richter, die sich von Ende September bis Mitte Januar hingezogen hat, nicht dienlich. "Es gab natürlich auch weitere angeschlagene Spieler, die haben aber unsere Physiotherapeuten zeitnah kuriert", dankt der Niederwiesaer Übungsleiter auch der externen medizinischen Hilfe.

Am 9. März bietet sich für Niederwiesa beim HC Fraureuth (6.Platz/ 15:17 Punkte) die nächste Möglichkeit, das eigene Punktekonto aufzubessern. Und weitere Zähler müssen her, denn der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt derzeit nur drei Zähler.

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