Rotation-Damen peilen Medaillenplatz an

Die Handballerinnen aus Weißenborn treffen am ersten Spieltag der Sachsenliga auf den VfB Bischofswerda. Um die Saisonziele zu erreichen, setzt Trainer David Dehn wieder auf Zuwachs aus der eigenen Nachwuchsabteilung.

Weißenborn.

Bei den Handballern von Rotation Weißenborn üben sich die Verantwortlichen in Demut und arbeiten kontinuierlich: Statt externe Verstärkungen für den schnellen Erfolg zu holen, sieht die Philosophie anders aus. Die Handballabteilung des Vereins wird traditionell mit Augenmaß und familiär geführt. Denn der Verein aus der Nähe von Freiberg baut vor allem auf den eigenen Nachwuchs. Diese Strategie wird auch in der Saison 2020/21 fortgesetzt.

Diese Bodenständigkeit hindert die Sachsenliga-Damen des SV Rotation aber nicht, sich ehrgeizige Ziele zu setzen. Im Rahmen einer teambildenden Maßnahme im Juli waren sich die Handballerinnen und das Trainerteam einig. "Wir wollen in der höchsten Spielklasse Sachsens um eine Medaille mitspielen. Dafür muss sehr viel glatt laufen und Verletzungen sollten die Ausnahme bleiben", sagt Trainer David Dehn.

Seine Mannschaft belegte in der ersten Saison nach dem Aufstieg auf Anhieb den 3. Platz und wurde in der abgelaufenen Serie Achter. Diese Abschlusstabelle hat für Dehn aber nur eine limitierte Aussagekraft. Sie wurde nach dem vorzeitigen Abbruch wegen der Corona-Pandemie mit Hilfe der Quotientenregel erstellt. "Wir hatten in dieser Rechnung auch nur zwei Zähler Rückstand auf den Bronzerang", macht der Trainer deutlich. Physisch sieht er seine Mädels zum Saisonstart gut gerüstet. "Bisher sind wir gut durch die Corona-Zeit gekommen. Grundsätzlich war die Trainingsbeteiligung sehr hoch, so konnten wir unser Programm ohne Abstriche durchziehen. Ich denke, dass der Kader körperlich in einer guten Verfassung ist.

Das hat die Mannschaft auch schon beim jüngsten Pokalauftritt in Heidenau demonstriert", sagt Dehn, der weiterhin mit Tilo Tobies ein Duo bildet. Dabei wissen die beiden Herren in Sachen Handball genau, wovon sie sprechen. Während Dehn einst als pfeilschneller Außenspieler bei der HSG Freiberg in der Mitteldeutschen Oberliga auf Punktejagd ging, gilt Tobies als regionalligaerfahrene Torwart-Institution des Freiberger Handballs. Dreimal pro Woche bitten die Übungsleiter zum Training, um den Traum von Edelmetall tatsächlich wahr werden zu lassen. Dabei darf unter anderem die Jugend weiterhin unbekümmert forschen. Nachdem Tatjana Ployer (17 Jahre), Enya Lehnert (18) und Lucie Walther (17) bereits im sächsischen Oberhaus Staub wischen durften, rücken nun Linda Burghard (20), Ella Lehnert (16), Marie Adam (17) und Senta Göpfert (18) aus dem eigenen Nachwuchs auf. Fehlen wird hingegen in dieser Saison Maria Tobies, die Mutterfreuden entgegen sieht. Den Verein ganz verlassen hat Franziska Teuchert. "Sie ist mittlerweile nach Döbeln gezogen und hat sich dem dortigen Verein, der auch in der Sachsenliga spielt, angeschlossen", erklärt Dehn.

Und besagte HSG Neudorf/Döbeln sieht er auch als einen der Staffelfavoriten an. Mit dem SC Hoyerswerda sei ebenfalls stark zu rechnen. Nach dem Auftakt beim VfB Bischofswerda, den der SV Rotation Weißenborn am Samstag vollzieht, warten dann Hoyerswerda und Döbeln auf den Regionalvertreter. "Wir rutschen also nicht langsam in die Saison rein, sondern starten gleich mit echten Krachern. Dafür müssen wir bereit sein", ist sich der Coach sicher. Um dafür stets die richtigen Lösungen zu finden, sei ein enger Gedankenaustausch mit dem Team unbedingt notwendig. "Es gibt zwar keinen Mannschaftsrat. Allerdings spreche ich regelmäßig mit Führungsspielerinnen, wie Sophie Zeller, Franziska Israel oder Julia Uhlemann, damit wir gemeinsam auf dem passenden Kurs bleiben", verrät der Trainer.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.