Rundenhatz bei Schmuddelwetter

325 Leichathleten haben bei den Block- und Mehrkampf-Regionalmeisterschaften in Mittweida um Weiten und Zeiten gekämpft. Einige Starter erfüllten erste Normen.

Mittweida.

Was die Leichtathleten, Kampfrichter und Organisatoren am vergangenen Samstag im Mittweidaer Stadion am Schwanenteich geleistet haben, sei nicht selbstverständlich gewesen, sagt Michael Sperling von der LG Mittweida. "Bei diesem Schmuddelwetter einen Wettkampf so durchzuziehen, verlangt schon einiges an Geduld", sagt der Trainer, der am Samstag als Ausrichter der Mehrkampf-Regionalmeisterschaften der Altersklassen U12 und U 14 sowie im Block der AK U 16 fungierte. Letztere wurde in der Vorwoche aufgrund ähnlicher Wetterverhältnisse in Frankenberg abgesagt und in das Mittweidaer Programm integriert.

"Darum waren auch einige Athleten aus dem Dresdener Raum bei uns", so Sperling. Und somit wuchs das Teilnehmerfeld unaufhörlich an. Insgesamt 325 Sportler aus 34Vereinen reisten an den Schwanenteich - trotz Dauerregens am Vormittag. "Die Teilnehmerzahl liegt damit deutlich über denen der Vorjahre", weiß Sperling, der dem Schmuddelwetter aber auch etwas Gutes abgewinnen konnte: "Durch den Regen hatten wir den Vorteil, dass unser stetiger Begleiter bei Wettkämpfen in Mittweida - der Wind - kaum zu spüren war. Die Bahn im Stadion ist ohnehin schnell - auch im Nassen." Trotzdem waren die Organisatoren und Sportler froh, als der Himmel am frühen Nachmittag etwas auflockerte.

Sportlich gab es für Sperling durchaus schon Grund zur Freude. In der Altersklasse W10 gewann Isa Ulbricht vom LV Mittweida den Mehrkampf (50 m, 60 m Hürden, Weitsprung, Schlagball, 800 m) mit 2099 Punkten. Sophia Mertin (VfA Rochlitzer Berg) wurde mit 1878Punkten Achte, erfüllte aber die E-Kader-Norm. Die U-14-Mädchen der LG Mittweida schafften es im Block-Mannschaftswettkampf sogar aufs Podest. Mit 10.410 Punkten wurden sie hinter dem LAC Erdgas Chemnitz und dem LV Erzgebirge Dritter.

Das U-12-Team des TSV Fortschritt Mittweida durfte sich ebenfalls aufs Podest gesellen. Mit 8262Zählern wurden die TSV-Jungen Zweiter hinter dem LAC Chemnitz. Bei den Einzelwettkämpfen verpassten Norman Fröhlich als Vierter (1834) und Paul Helbig (1833) das Podest nur um wenige Punkte. "Dennoch kann ich mit den Leistungen zufrieden sein", sagt TSV-Trainer Maik Metzler. Beide stellten im 800-Meter-Lauf persönliche Bestzeiten auf, Norman Fröhlich zudem noch im Weitsprung (4,20m). "Angesichts des Wetters war das in Ordnung."

Am Freitag vor den Regionalmeisterschaften bat LG-Trainer Michael Sperling bereits seine älteren Athleten auf die Anlage. Da für Sandy Uhlig und die anderen Werferinnen in der Woche zuvor der Wettkampf in Geringswalde dem Regen zum Opfer fiel, sorgte der Coach für Ersatz. Beim Speerwerfen der AK U18 überraschte Ulrike Schmidt ihren Trainer mit 42,21Meter. Damit übertraf sie die Norm für die deutsche U-16-Meisterschaft um über zwei Meter und ist in ihrem Jahrgang nun Drittbeste in Deutschland. Im Blockwettkampf mit den Wurfdisziplinen kam sie auf 2495 Punkte und erfüllte die DM-Norm ebenfalls. Ganz nah dran war Jara Graf im Kugelstoßen der AK U 18. "Wir haben bei ihr auf die Drehstoßtechnik umgestellt und es lief richtig gut", so Sperling. Mit 13,68 Meter verpasste sie die DM-Norm (14,00m) knapp, doch in Reichweite ist diese allemal. Sandy Uhlig warf den Diskus in der AK U 20 auf 47,21 m, mit der Kugel lief es allerdings nicht. Beim einzig gültigen Versuch landete diese bei 11,93m. Für einige LG-Athleten geht es am Wochenende beim Dresdener Jugendmeeting weiter.

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