Saisonabschluss mit einem Hauch von Olympia

Die Kanuten der SG Lauenhain laden morgen zu ihrer Meilenregatta ins Talgut ein. Dabei geben sich auch zwei Medaillengewinner aus Rio die Ehre.

Lauenhain.

Für die Kanuvereine der Region steht im Lauenhainer Talgut am Wochenende das Saisonfinale an. Zur 22. Lauenhainer Meilenregatta haben sich insgesamt 270 Aktive aus 18 Vereinen angemeldet.

"Die Vereine kommen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Gestartet wird je nach Altersklasse über eine, zwei oder drei Lauenhainer Meilen", informiert der Kanu-Abteilungsleiter der SG Lauenhain, Erik Korehnke. Bei der Distanz müssen die Kanuten mit ihren Paddeln noch einmal richtig arbeiten. "Eine Meile ist bei uns circa 1500 Meter lang. Gerade die älteren Jugendlichen müssen da noch einmal richtig Durchhaltevermögen zeigen", so Korehnke. Das Training haben die Lauenhainer zuletzt auf ihre eigene Langstreckenregatta angepasst. "Teilweise sind wir schon bis nach Kriebstein gepaddelt", erinnert sich der Abteilungsleiter.

Von den Lauenhainer Kanuten sind am morgigen Samstag 25 Aktive im Alter zwischen 7 und 20 Jahren dabei. Teilweise wird es sogar Rennen geben, an denen 72-jährige Senioren teilnehmen. "Die besten Sportler erhalten bei uns die bewährten Medaillen in Gold, Silber und Bronze und für die siegreichen Sportler in den Einer-Rennen gibt es auch einen Pokal", so Korehnke, der die größte Konkurrenz in den großen sächsischen Vereinen wie vom SC DHfK Leipzig, SG LVB sowie dem WSV "Am Blauen Wunder" Dresden sieht. "Unsere Kanuten sollen in erster Linie Spaß haben und wenn es möglich ist, noch die eine oder andere Medaille mitnehmen", sagt ErikKorehnke.

Olympiamedaillen bekommen die Breitensportler bei der morgigen Regatta wahrscheinlich auch zu sehen. Denn Erik Korehnke hat mit Tom Liebscher sogar einen Goldmedaillengewinner nach Lauenhain lotsen können. Liebscher gewann bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Vierer-Kajak den Titel über die 1000-Meter-Distanz. Der Dresdner erwägt sogar, in Lauenhain selbst an den Start zu gehen. "Doch das entscheidet er kurzfristig", so Korehnke. Mit Steffi Kriegerstein kommt zudem eine Silbermedaillengewinnerin ins Talgut. Diese erpaddelte sie im Kajak-Vierer über 500 Meter.

"Ich habe beide Kanuten bei den Deutschen Meisterschaften in Brandenburg angesprochen. Sie wollten daraufhin schauen, ob die Regatta in ihre Planungen passt. Umso schöner ist es, dass es klappt", freut sich Korehnke. Die Olympioniken sollen einen Großteil der Zeit vor Ort sein, die Autogrammstunde ist in der Mittagspause zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr geplant. "Wir müssen nun nur noch hoffen, dass der Wettergott ein Einsehen hat und wir die Regatta im Trockenen fahren können", blickt Korehnke noch etwas sorgenvoll zum Himmel.

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