Sportler und Organisatoren empfehlen sich für neue Aufgaben

Mehr als 350 Athleten haben bei der Mitteldeutschen U-16-Meisterschaft in Mittweida um Medaillen gekämpft. Der TSV Fortschritt als Ausrichter darf sich auf weitere hochkarätige Wettbewerbe am Schwanenteich freuen.

Mittweida.

Die jungen Sportler der Mitteldeutschen U-16-Meisterschaft sind am Samstag in Mittweida nicht zu beneiden gewesen. Die Leichtathleten kämpfen bei großer Hitze am Schwanenteich um Weiten und Zeiten. Am Ende gab es nicht nur bei den Aktiven viele strahlende Gesicher, sondern auch beim ausrichtenden Verein TSV Fortschritt Mittweida.

"Bis auf einige Kleinigkeiten ist alles reibungslos gelaufen", sagt TSV-Abteilungsleiter Maik Metzler. Lediglich die elektronische Weitenmessung habe beim Speerwerfen zunächst etwas gestreikt, so der Organisator. "Außerdem gab es einige Meldefehler, doch auch dieses Problem konnten wir klären." Inzwischen hat sein Organisationsteam auch Erfahrung. Die Meisterschaft war in diesem Jahr bereits die vierte, die in Mittweida stattfand. "Wir stecken seit September des vergangenen Jahres in den Vorbereitungen und sind inzwischen ein eingespieltes Team", so Metzler.

Einmal konzentrierte sich der TSV-Trainer aber auch auf das sportliche Geschehen. Sein Schützling Christian Rössler wurde in der Altersklasse M 14 über 3000 Meter Vierter. 19 Sekunden fehlten letztlich zu einer Medaille. "Ich bin zufrieden mit seiner Leistung und er hat es immerhin unter die besten Sechs geschafft", so Metzler. Die Zeit (10:24,41 Minuten) habe er sich hart erarbeitet, so der Coach. "Und vielleicht spürte er im heimischen Stadion auch etwas mehr Druck." Max Hammer vom TSV Medizin Wechselburg wurde im selben Lauf Neunter (10:46,07 min).

Ein Titel blieb bei der Mitteldeutschen Meisterschaft sogar am Schwanenteich: Speerwerferin Ulrike Schmidt von der LG Mittweida siegte in der Altersklasse W 15 mit 43,77 Metern, die sie im vierten Versuch schaffte. Zuvor knabberte sie an der 40-Meter-Marke und war zunächst nur Zweite. Doch danach gelang die Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft in Bremen am kommenden Wochenende noch. "Dann muss sie aber in ihren ersten drei Versuchen schon über 40 Meter werfen, um eine Chance zu haben", sagte ihr Trainer Michael Sperling. Schmidts Vereinskameradin Lina Schreiter wurde in derselben Disziplin mit 33,37 m Siebte. In der Altersklasse M 15 verpasste Niels Keutel (LG Mittweida) das Finale über 80m Hürden trotz guter 11,90 Sekunden knapp. Im Speerwerfen wurde er mit 37,01 m Fünfter.

Für Sebastian Schneider vom Sächsischen Leichtathletikverband war die Veranstaltung sowohl sportlich als auch organisatorisch ein Erfolg. "In Mittweida wurden am Samstag drei Landesrekorde geknackt, das ist schon eine vergleichsweise hohe Zahl", sagt der Verantwortliche für das Wettkampfwesen beim Verband. "Und die Rahmenbedingungen haben einmal mehr gepasst. Mittweida ist der beste Austragungsort, den es in Sachsen gibt", so Schneider. "Das Organisationsteam vor Ort gibt sich sehr viel Mühe."

Darum steht bereits fest, dass sich die Mittweidaer Verantwortlichen auf weitere hochkarätige Wettkämpfe freuen dürfen. "Im kommenden Jahr findet die U-16-Landesmeisterschaft der Block-Wettkämpfe am Schwanenteich statt. 2021 sind erstmals Sportler bei einer deutschen Meisterschaft - dann über 10.000 und 5.000 Meter - zu Gast. "Und für 2022 dürfen wir uns berechtigte Hoffnungen machen, eine weitere deutsche Meisterschaft auszurichten", sagt Maik Metzler und betont, dass sich sein Verein und die Stadt für diese Wettbewerbe nicht bewerben mussten, sondern vom sächsischen Leichtathletik-Verband vorgeschlagen wurden.

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