Staffelfavorit nicht zu stoppen

Die Freiberger Oberliga-Handballer haben beim SV Plauen-Oberlosa 20:26 verloren. Die HSG konnte ihre Ausfälle im Angriff nicht kompensieren.

Freiberg.

Die Handballer der HSG Freiberg haben im dritten Saisonspiel ihre erste Niederlage hinnehmen müssen. Beim Aufstiegsfavoriten SV Plauen-Oberlosa unterlagen die HSG-Dachse am Sonnabend mit 20:26 (7:11) Toren und fielen in der Tabelle mit 3:3 Punkten auf Platz 7 zurück. Dabei gaben die letzten Minuten der 1. und die Anfangsphase der 2. Halbzeit den Ausschlag. In dieser Phase gelang den Freibergern zwölf Minuten lang kein einziger Treffer, während die Vogtländer vom 7:7 auf 12:7 davonzogen.

Personell arg gebeutelt und mit dem bislang erfolgreichsten Torschützen Felix Kempe nur für den Notfall auf der Bank, gingen die Gäste mit dem festen Willen in die Partie, den Hausherren einen Kampf auf Biegen und Brechen zu liefern. Dabei steigerten sich die Freiberger im Vergleich zur Vorwoche vor allem im Deckungsverhalten enorm, während sie im Angriff gegen die bislang beste Abwehr der Liga (nur 35 Gegentore in zwei Begegnungen) einen schweren Stand hatten. Die HSG-Dachse mussten sich jede Torgelegenheit hart erarbeiten, wobei es in der auf drei Positionen veränderten Startformation - Simunek, Riedel und Rom fehlten - einige Abstimmungsprobleme gab.

Aber die Männer um Kapitän Eric Neumann bissen sich in die Partie. Die Deckung kämpfte aufopferungsvoll und ließ den Plauenern kaum Raum zur Entfaltung. Allerdings konnte sie den überragenden Spieler der Partie, den vom Zweitligisten Aue gekommenen Ladislav Bryckner, zu keiner Zeit stellen. Der 19-fache tschechische Nationalspieler war Ausgangspunkt nahezu aller erfolgreichen Aktionen seiner Mannschaft und traf auch selbst fünfmal. Zudem bürdete er bis zur Pause sowohl Neumann als auch Martin Schettler je zwei Zeitstrafen auf und brachte beide an den Rand der Disqualifikation.

Im Angriff ließen bei der HSG vor der Pause Tempo und Dynamik nach, auch im Überzahlspiel blieben einige Wünsche offen. So mussten die Freiberger ihren Kontrahenten nach dem hoffnungsvollen Zwischenstand von 7:7 ziehen lassen. Trotz Pressdeckung gegen Bryckner und einem überzeugenden Matej Harvan im Rückraum bauten die Hausherren ihren Vorsprung bis auf 24:15 (54.) aus, ehe den nie aufsteckenden Gästen zumindest noch etwas Resultatskosmetik gelang.

Cheftrainer Alexander Matschos richtete unmittelbar nach der Partie den Blick bereits wieder nach vorn und schwor seine Truppe auf die Trainingswoche und den kommenden Gegner Jena ein. "Dann hoffentlich wieder mit der kompletten Mannschaft", so Matschos.

StatistikHSG Freiberg: Meinicke, Hensel; Gelnar (1), Neumann (2), Matschos (1), Schettler, Harvan (3), Werner (6), Wolf (3/2), Richter (2), Jahn, Kempe, Tieken (2) Siebenmeter: HSG 2/2, SVO 3/3 - Zeitstrafen: HSG 8, SVO 16 min - SR: Franke/Perll (Bernburg/Thale) - Zu.: 300

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