SVL bringt Motor ins Stottern

Der SV Lichtenberg hat das Spitzenspiel der Fußball-Mittelsachsenklasse gegen den BSC Rochlitz mit 6:2 gewonnen. Das Ergebnis hätte noch deutlicher ausfallen können.

Lichtenberg.

Manuel Kluge trat gestern nach dem Abpfiff gleich ein wenig auf die Euphoriebremse. In der 1. Halbzeit habe es durchaus noch Ecken und Kanten gegeben, sagte der Trainer des SV Lichtenberg nach dem furiosen 6:2 (3:1)-Sieg seiner Männer gegen den BSC Motor Rochlitz. Die zweite Spielhälfte sei aus Sicht des SVL aber "nahezu op- timal" gewesen, lobte der 28-Jährige sein Team, das mit nunmehr 21Punkten einziger Verfolger von Spitzenreiter TSV Großwaltersdorf/ Eppendorf (24) ist.

Das Ergebnis werde dem Spielverlauf dabei nicht einmal ganz gerecht, so Kluge. "Es war eigentlich noch deutlicher." Trotz des halben Dutzends Tore habe man viele klare Tormöglichkeiten ausgelassen, sagte der SVL-Trainer, der natürlich dennoch zufrieden war. "Insgesamt war das eine sehr gute Mannschaftsleistung." Neben dem dreifachen Torschützen Maximilian Molnar hob Kluge dabei die beiden Innenverteidiger Sebastian Schneider und Francis Fischer aus einem geschlossenen Team noch heraus.

Molnar hatte die Gastgeber früh in Führung gebracht (11.), die Sebastian Zahn wenig später ausbaute (22.). Die ersatzgeschwächten Rochlitzer, denen sieben Stammspieler fehlten, meldeten sich kurz darauf zurück: Markus Heinich köpfte nach einem Freistoß zum 1:2 aus Sicht der Gäste ein. Zahn stellte allerdings wenig später den alten Abstand wieder her.

In der 2. Halbzeit ließen die Lichtenberger Rochlitz kaum Luft zum Atmen. Molnar erhöhte auf 4:1, ehe der gerade eingewechselte Eric Rump einen Fehlpass des SVL zum 4:2 nutzte. Man habe bei beiden Gegentoren Pate gestanden, ärgerte sich Kluge ein wenig. Aus dem Spiel heraus habe der BSC keine einzige Chance besessen. Swen Häuser (84.) und erneut Maximilian Molnar (86.) rückten die Kräfteverhältnisse an diesem Tag aber wieder gerade.

Die Mannschaft habe versucht, sich gegen die Niederlage zu stellen, sagte Rainer Schönfeld, der Mannschaftsleiter des BSC Motor Rochlitz. Außer Kampfgeist konnte man aber nicht viel entgegensetzen. "Der Sieg des SVL geht absolut in Ordnung, auch in dieser Höhe", so Schönfeld. Torwart Marcus Helbig habe eine noch höhere Niederlage verhindert. Man sei nach dem 3:9 der Vorsaison schon mit leichten Bauchschmerzen ins Erzgebirge gefahren, so der Rochlitzer Mannschaftsleiter. "Die wurden dann leider immer stärker." In der Tabelle fiel der BSC (13 Punkte) auf Platz 6 zurück.

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