Talente müssen an der Elbe nachsitzen

Während die Teams des SV Niederwiesa längst in der Sommerpause sind, sitzen die besten Nachwuchsspieler der Grün-Weißen ab morgen bei der Deutschen Meisterschaft an den Brettern.

Niederwiesa/ Magdeburg.

Von wegen langes Wochenende. Auf die größten Talente des SV Niederwiesa wartet über Pfingsten und in den Tage danach schwere Kopfarbeit. Der Nachwuchs der Grün-Weißen sitzt bei den Deutschen Schachmeisterschaften der Altersklassen U 10 bis U 18 an den Brettern. Während die Damen- und Herrenmannschaft des Vereins längst Sommerpause machen, sind Anna Nobis (U 16), Anna-Lena Limbach (U 10) und Niklas Preißler (U 12) bei den Jugend- titelkämpfen vom 7. bis 14. Juni in Magdeburg am Start.

Dabei hätte sich gerade Anna Nobis ebenfalls schon eine Pause verdient, denn die Gymnasiastin mischte in beiden Niederwiesaer Mannschaften mit, war sowohl im Damen- als auch im Herren-Team der Grün-Weißen am Zug und hatte Anteil an der Erfüllung des Saisonziels beider Vertretungen.

Die Damen schafften als Tabellensiebter der 2. Bundesliga den Klassenerhalt. Nach einem nur mäßigen Start steigerten sich Alina Zahn (2,5 Punkte), Anna Nobis (1), Liubova Orlova (2,5), Martina Nobis (2,5), Kerstin Arnhold (4), Ulrike Kindt (3,5), Sabine Schiffer (3,5) und Gabriele Homilius und gewannen bei Aufbau Chemnitz (4,5:1,5) sowie beim SC Leipzig-Lindenau (3,5:2,5). Den Klassenerhalt machte die mit zwei Gastspielerinnen versehene Mannschaft in der 7. und letzten Runde perfekt: mit einem 3,5:2,5-Heimsieg gegen den SAV Torgelow-Drögeheide. "Juhu!!! Wir bleiben in der 2. Bundesliga!", jubelten die Grün-Weißen nach dem Match auf ihrer Internetseite.

Die Niederwiesaer Männermannschaft spielte ebenfalls eine erfolgreiche Saison. Als Aufsteiger in die 1. Landesklasse behauptete sich Truppe und belegte im Endklassement der Staffel A unter zehn Mannschaften den siebten Platz. Saisonziel erreicht! Allerdings mussten Robert Wetzel (6), Rene Kindt (3,5), Anna Nobis (2), Tom Zimmermann (4,5), Martina Nobis (4,5), Günter Klemm (4), Hilmar Müller (2,5), Jens Neuhäuser (4,5) sowie Martin Lange und Erik Wilhelm bis zur letzten Runde zittern, bis der Klassenerhalt unter Dach und Fach war.

"Das war eine wirklich gute Saison für uns. Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagte Robert Wetzel, der am ersten Brett die meisten Punkte gegen die stärksten Gegner geholt hat. Er gewann vier Partien, spielte dreimal remis und musste nur einmal als Verlierer vom Brett. "In der nächsten Saison werden wir auf jeden Fall wieder in der 1. Landesklasse starten und peilen erneut einen Platz im Mittelfeld an", blickt Martina Nobis, die zusammen mit ihrer Tochter Anna die Männermannschaft verstärkte, auf den Saisonstart im Herbst voraus.

Aber auch die Börnichenerin ist in den nächsten Tagen schon wieder in Sachen Schach unterwegs. Martina Nobis führt die knapp 40 Spieler starke Delegation aus Sachsen als Leiterin zu den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Magdeburg. Bei dem zeitgleich stattfindenden Kinder-können's-auch-Turnier sind die Grün-Weißen ebenfalls mit drei Spielern vertreten - mit Ellen und Oliver Kindt sowie Hannes Höfer. Nach den Titelkämpfen an der Elbe ist aber auch für die Talente der Schachsektion des SV Niederwiesa erst einmal Feierabend. Dann dürfen sie sich eine kleine Trainingspause genehmigen. (nobi)

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