Traditionsrennen mit Spektakel

Beim 47. Großwaltersdorfer Radrennen sind am Sonntag sowohl Amateur- als auch Profiteams am Start. Zudem wartet eine spannende Einlage.

Großwaltersdorf.

Es haben in den vergangenen Jahrzehnten viele bekannte Radsportler, darunter auch Mitglieder der Nationalmannschaften der DDR, der UdSSR oder Marokkos, in Großwaltersdorf aufgesattelt, um am dortigen Radrennen um den Sieg zu kämpfen. Die ganz großen Gänge werden mittlerweile nicht mehr gefahren. Doch nach wie vor besitzt das Rennen einen hohen Stellenwert, insbesondere für die leistungsorientierten Amateurteams sowie die Fahrer der KT-Klasse (unterste Profikategorie) aus Ostdeutschland. Am Sonntag erlebt das Spektakel mit Start und Ziel am Trakehnerhof in Großwaltersdorf seine 47. Auflage.

Die Runde ist zwar nur drei Kilometer lang, doch das Profil von "Rund um Großwaltersdorf" verlangt den Radsportlern alles ab - zumal im Rennen der Männer-Elite immerhin 105 Kilometer zurückzulegen sind. "Ich kenne das Rennen aus meinen aktiven Zeiten und weiß, dass es anspruchsvoll ist. Aber das macht den Reiz aus", sagt Lars Wackernagel, der Chef des Teams P&S Metalltechnik ist. Die Truppe, deren Hauptsponsor ein Unternehmen aus Oederan ist und die seit dieser Saison der unteren Profikategorie angehört, hatte gerade bei der Erzgebirgsrundfahrt mit einem Doppelsieg für Furore gesorgt. "Ich bringe alle Fahrer mit, die gesund sind", so Ex-Profi Wackernagel.

Mit Henning Bommel will ein interessanter Fahrer im Trikot des Teams LKT Brandenburg an den Start gehen. Der 36-Jährige wurde auf der Bahn schon Deutscher Meister, holte sich bei der Weltmeisterschaft Bronze und erkämpfte sich in der Mannschaftsverfolgung Europameisterschaftssilber. Die heimische Flagge hält das Radteam Berthold aus Hainichen hoch. Für internationales Flair sorgen die Fahrer des AC Sparta Prag.

Wie beim Rennen im Eppendorfer Ortsteil üblich, kann sich der Sieger des Männer-Rennens auf ein Schwein aus heimischer Zucht freuen. "Insgesamt haben wir in den verschiedenen Altersklassen zahlen- und leistungsmäßig starke Starterfelder", sagt der Vorsitzende des RSV Chemnitz, Thomas Lippold.

Der Tag beginnt 9.30 Uhr mit unterschiedlichen Wettbewerben im Senioren- und Nachwuchsbereich. 12.40 Uhr steigt das Einheimischen-Rennen, 13.20 Uhr beginnt das Hauptrennen. "Die Zuschauer können sich auf spannende Wettkämpfe und ein außergewöhnliches Spektakel freuen", blickt Lippold voraus. Denn während des Renntages werden sich Bahnweltmeister Maximilian Levy und Biathlon-Olympiasieger Michael Rösch im Rahmenprogramm ein spannendes Duell liefern. Das Großwaltersdorfer Radrennen ist seit 28 Jahren Teil der Radsporttage des RSV Chemnitz und wird zusammen mit der Gemeindeverwaltung Eppendorf und dem Ortschaftsrat Großwaltersdorf organisiert.

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