Treffsichere Schützin erwartet schwierige Spiele

Dreimal in Folge wurde Julia Korb Torschützenkönigin in der Handball-Bezirksklasse. Dem TSV Penig ist die Rückraumspielerin seit 20 Jahren treu.

Penig.

Wenn die Damen des TSV Penig in der Bezirksklasse auf der Platte stehen, sticht Julia Korb mit ihrer Leistung meist noch ein wenig heraus. In den vergangenen drei Spielzeiten wurde sie jeweils Torschützenkönigin in ihrer Liga.

"Einmal habe ich dabei sogar über 200 Tore in einer Saison geworfen", sagt die 30-Jährige schmunzelnd. Doch ganz bescheiden fügt sie sofort an, dass jedes einzelne ihrer Tore der Mannschaft weiterhilft. "Ich werfe sie ja nicht für mich, sondern für meine Kolleginnen mit." Der Teamgeist steht bei Julia Korb im Vordergrund. "Wenn es mit den Mannschaftskameradinnen zudem menschlich nicht so gut harmonieren würde, dann wären meine Leistungen sicherlich auch schlechter. Ohne meine Mädels kann ich auch nicht spielen", denkt sie. Der Zusammenhalt ist für die dreifache Torschützenkönigin ein Hauptgrund, warum sie seit inzwischen 20 Jahren für den TSV Penig die Schuhe schnürt. "Ich habe nie überlegt, irgendwo anders hinzugehen. Ich habe in Penig im Alter von zehn Jahren angefangen, Handball zu spielen. Und es macht immer noch Spaß."

Spaß trotz Verletzungen. Denn von diesen ist Julia Korb nicht verschont geblieben. "Das eine Kreuzband wurde schon einmal gemacht, ich spiele seitdem immer mit einer Bandage. Momentan plage ich mich mit einer angebrochenen Zehe herum. Aber so ist das im Handball, da bekommt man immer etwas ab."

Mit dem dritten Tabellenplatz am Ende der Bezirksklasse-Saison 2015/2016 sei sie sehr zufrieden gewesen. "In dieser Saison wird das für uns sehr schwer, weil wir nur eine dünne Personaldecke haben", sagt die Rückraumspielerin. Bereits beim Pokalspiel gegen den HC Fraureuth am vergangenen Wochenende (13:16) mussten alle Peniger Spielerinnen 60 Minuten ran. "So ein Spiel mit sieben Leuten bei 35 Grad - das war völlig in Ordnung. Das wird diese Saison öfters passieren, dass wir uns so zusammenraufen müssen. Darum wäre ich mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld schon zufrieden", sagt die Arzthelferin und Hausbesuchsschwester, die für ihren Beruf viel Geduld mitbringen muss. "Dafür sehe ich auch viel Dankbarkeit und kann mich abends beim Training auspowern."

Am Sonntag reisen die TSV-Damen zum ersten Punktspiel zu Aufsteiger Rotation Weißenborn II.

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