Trotz Dauerregen in der Spur

Das 9. Wolfram-Lindner-Gedächtnisrennen werden viele der 160 Teilnehmer aufgrund der widrigen Bedingungen in Erinnerung behalten. Ein Rad-Team aus Hainichen ließ sich nicht vom Wetter stoppen.

Hainichen.

Unberechenbares Aprilwetter und die Tatsache, dass - wie es Vize-Vereinschef des RSV Hainichen Steffen Blechschmidt formuliert - "Radsport meist halt eine Freiluftsportart ist", haben die 9. Auflage des Wolfram-Lindner-Gedächtnisrennens am Sonntag zu einem richtige Härtetest werden lassen. "Bei dem Wetter jagt man ja eigentlich keinen Hund vor die Tür. Respekt an alle, die trotzdem in die Pedale getreten haben, die Zuschauer und alle die mithalfen", so Blechschmidt.

Eigentlich hatten sich an die 200Radsportler für die Strecken in Hainichen angekündigt. Doch Temperaturen um 0 Grad und teilweise sogar Schneeregen ließen das Teilnehmerfeld auf 160 Pedaleure schrumpfen. Der ausrichtende RSV Hainichen freute sich dennoch über eine gelungene Veranstaltung, die zu Ehren des langjährigen DDR-Radsport-Nationaltrainers Wolfram Lindner ausgetragen wird.

Zumal Jörg Langhals für den RSV Hainichen mit Platz 8 im Senioren-Rennen über 28,8 Kilometer die Vereinsfarben hochhielt. "Außerdem hat es in den Altersklassen U 13, U15 und U 17 mehr Starter als im Vorjahr gegeben. Vom Wetter her natürlich kein Vergleich mit dem Sonnenschein von 2018 - also Hut ab", sagt Blechschmidt.

Der Vereinsvorsitzende Sven Mothes pflichtet ihm bei: "Ich kann alle verstehen, die die rutschigen Straßen als zu extrem angesehen haben und lieber verzichteten." Auch dass die Zuschauer nicht die ganze Zeit an der Strecke unter ihren Schirmen ausharren, sei nachvollziehbar, so Mothes. "Schade war es vor allem für unser erstmalig aufgetragenes Fette-Reifen-Rennen. Dort sind nur drei Kinder an den Start gegangen", erklärt der Vereinschef. Viele Eltern hätten über alle Rennklassen verteilt ihren Kindern eher von einer Teilnahme abgeraten.

Alle Fahrer pilotierten ihre Sportgeräte mit Vorsicht durch die Hainichener Innenstadt. Mothes: "Die Sportler haben sich gut eingestellt und ihre Fahrweise an die Streckenverhältnisse angepasst. Es hat keinen einzigen Unfall gegeben." Er zog nach den Rennen eine positive Bilanz: "Beim Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen hatte ich noch große Bedenken. Für das Wetter kann keiner was, und dennoch war es am Ende ein sehr gutes Wochenende für alle Radsportfans."

Das einheimische Berthold-Radteam nutzte dabei den Heimvorteil. Denn Robert Walther gewann das Kriterium der Elite über 64 Kilometer und setzte sich dabei eindrucksvoll in Szene. Kurz vor der ersten Wertung fuhr der Flöhaer aus dem Feld heraus, holte sich die Punkte und zog dann durch. "Robert hat alle Wertungen und damit auch klar das Rennen gewonnen hat", sagte Teamchef Achim Berthold.

Berthold bildet gemeinsam mit seinem Bruder Jörg Berthold und Michael Bier die sportliche Leitung des Radsport-Teams, das insgesamt 13 Fahrer zählt. In Hainichen waren noch Anton Benedix und Axel Scheinpflug dabei und belegten die Plätze 4 und 8. Nikolai Hoffmeister und Roger-Rüdiger Bohla holten im Amateurrennen Rang 1 und 2 für das Berthold-Radteam.

Am kommenden Samstag tritt die Berthold-Truppe beim traditionellen Sachsenring-Radrennen auf dem Grand-Prix-Kurs in Hohenstein-Ernstthal in die Pedale. Außerdem nimmt das Team in diesem Jahr an der Rad-Bundesliga teil, bei der die besten Amateurfahrer Deutschlands an den Start gehen.

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