Turbine auch dieses Jahr in Schwung

Die Leichtathleten des SV Turbine Frankenberg haben ihren beliebten Katerlauf absagen müssen. Dennoch gab es in diesem Jahr Grund zur Freude.

Frankenberg.

In die coronabedingten Absagen von traditionellen Sportveranstaltungen reiht sich nun auch der Frankenberger Katerlauf ein. Lange hatten die Leichtathleten des SV Turbine die Entscheidung offengehalten, doch mit den aktuellen Beschränkungen kann es keine andere Lösung geben. "Es ist schade, aber wir wollen alle gesund bleiben. Und sobald es die Lage zulässt, möchten wir einen Ersatzlauf anbieten", erklärt Daniel Gericke, Chef der Frankenberger Turbine-Leichtathleten, die Absage des Neujahrslaufes. Im Herbst musste der Verein bereits den überaus beliebten Laufabzeichen-Tag absagen.

In der fast 40-jährigen Geschichte fiel der Katerlauf zuvor lediglich einmal aus - als es zum Jahreswechsel 2010/11 stark geschneit hatte. Die Bahn im Stadion Jahnkampfbahn wurde zwar mit Muskelkraft freigeschippt, doch überfrierende Nässe und Glatteis machten den Lauf dann am Neujahrsmorgen unmöglich. Mit dem Gaudilauf wurde später das Erlebnis samt Tombola nachgeholt. So ähnlich könnte es auch diesmal werden: "Aber dass uns am Neujahrsmorgen etwas fehlen wird, ist klar", sagt Gericke traurig.

Geduld brauchen nicht nur die Läufer, die den Katerlauf gern als sportlichen Jahresauftakt mitgenommen hätten. Auch die jungen Leichtathleten des Vereins müssen nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr auf ihr Gruppentraining verzichten. "Dabei waren die Kinder richtig gut in Fahrt", sagt Übungsleiterin Marita Heckendorf. Nachdem der Vereinssport im Frühjahr eine Zwangspause einlegen musste, sei die Lust auf Leichtathletik bei Kindern und Jugendlichen des SV Turbine Frankenberg größer als je zuvor gewesen. Zunächst in kleinen Gruppen und immer auf Abstand stiegen die Mädchen und Jungen nach acht Wochen Corona-Pause im Mai wieder ein. Schon kurz darauf wurden die ersten Erfolge gefeiert. Fast alle Wettkämpfe, die angeboten wurden, nahmen die Frankenberger mit. Stella Möbius wurde sogar für den Länderkampf mit Tschechien nominiert und durfte beim Mehrkampfduell der U 14 als Zwölfjährige das Staffelrennen bestreiten. "Das war schon eine tolle Sache", bilanziert Marita Heckendorf, die sich natürlich sehr über die Berufung ihres Schützlings in die mittelsächsische Auswahl freute.

Doch auch andere Namen nennt die Turbine-Trainerin mit Freude. Amelie Brühl, Lenny Näther, Emmy Ebert und Julienne Kunze sorgten mit vielen Bestleistungen und Medaillen für Grund zum Jubel. Auswirkungen hatten die Erfolge auf die gesamte Gruppe, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Bei den jüngsten Leichtathleten trainieren beinahe 60 Kinder zusammen: "Gemeinsame Erfolgserlebnisse sind da die größte Motivation", sagt Marita Heckendorf.

Dass die Kinder sehr ehrgeizig sind, zeigt sich daran, dass viele auch jetzt individuell trainieren. Zielstellungen gibt es genug: Beim geplanten Wettbewerb "Mach's mit, mach's nach, mach's besser" in Mittweida wollen die Frankenberger ihren Titel von 2019 verteidigen. Und auch eine Nominierung für den nächsten Ländervergleich ist für den einen oder anderen nicht außer Reichweite, sagt Marita Heckendorf. "Hauptsache ist aber, dass die Corona-Lage besser wird und wir dann wieder alle gemeinsam trainieren können."

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