Turbine-Mädchen zeigen viel Eleganz an den Geräten

Bei den Bezirkssportspielen in der heimischen Halle sind die Turnerinnen aus Frankenberg weit vorn gelandet. Über mangelnden Zulauf können sich die Trainer nicht beschweren.

Frankenberg.

Die jungen Turnerinnen von Turbine Frankenberg haben ihren Heimvorteil genutzt. Bei den Mehrkampf-Bezirkssportspielen für Mannschaften belegte die jüngere Gruppe von Turbine (Altersklasse 8/9) den 4.Platz, die ältere wurde Zweiter. In diesen beiden Altersklassen gewannen die Turnerinnen von Tanne Thalheim.

"Damit können wir sehr zufrieden sein, zumal in beiden Altersklassen jeweils zwölf Teams am Start waren", sagt Abteilungsleiterin Birgit Schiemann. "Kleine Fehler haben unsere Turnerinnen zwar gemacht, aber das war bei den anderen Teams auch so", sagt sie. Eine Mannschaft bestand aus fünf Starterinnen, jeweils vier davon mussten an einem Gerät starten. "Und dann gab es jeweils noch ein Streichergebnis", sagt Schiemann. Einen Vergleich auf Landesebene wird es für die erfolgreichen Riegen vom Wochenende allerdings nicht geben. "So etwas wird in diesem Jahr seitens des Verbandes nicht angeboten, sodass die Bezirkssportspiele das Maximum für uns waren."

Rund 60 Turnerinnen sind derzeit in der Frankenberger Abteilung aktiv. Doch diese Zahl ändere sich fast wöchentlich, sagt Schiemann. "Eine gewisse Fluktuation haben wir besonders in den jüngeren Jahrgängen", sagt Schiemann. "Gerade in dieser Woche haben uns wieder drei Sportlerinnen verlassen, aber es schnuppern auch immer wieder neue hinein." Jungen sucht man beim Turnen in Frankenberg allerdings vergebens. "Wenn ein Junge turnen will, dann empfehlen wir ihnen die Trainingsmöglichkeiten in Garnsdorf und Hainichen", sagt Birgit Schiemann. Mit Lina Henkel, Lya Oestreich und Emma Teuchner wachsen inzwischen drei hoffnungsvolle Talente nach.

Das Training gestalten die Frankenberger sehr flexibel. "Wir haben keine Trainer für eine bestimmte Altersgruppe, sondern Übungsleiter für die einzelnen Geräte." Diese Methode haben sich in ihrer Abteilung bewährt. "Allerdings handhaben das andere Vereine auch anders", so Schiemann. Manchmal kommt bei den Übungseinheiten sogar das Trampolin zum Einsatz. "Ein Wettkampfgerät ist es ja nicht, aber es dient dazu, gerade bei Sprüngen die koordinativen Fähigkeiten zu fördern. Das Sprung- und Krafttraining sind zudem wesentliche Inhalte bei den Einheiten."

Es gebe aber auch Fälle, bei denen die Sprungkraft der Mädchen nicht mehr für das Turnen reicht, sagt Birgit Schiemann. Sollte so ein Fall eintreten, empfiehlt die Trainerin den Kindern die "Dancing Sox", die Tanzgruppe bei Turbine Frankenberg. "Ich habe schon viele Turnerinnen an die Gruppen von Martina Funke abgegeben", sagt die 57-Jährige, die in der Baufirma ihres Mannes im Büro arbeitet.

Die Wettkampfsaison ist mit den Bezirkssportspielen am Wochenende zu Ende gegangen. "Wir nehmen im November noch an einem Pokalwettkampf in Burgstädt teil, zudem in der Weihnachtszeit an einigen Schauturnen in der Region", sagt Schiemann. Da bleibt doch jetzt eigentlich genug Zeit, um die Turn-Weltmeisterschaft zu verfolgen. "Na ja", sagt sie. "Erstens kommt die Weltmeisterschaft ja momentan kaum im Fernsehen und zweitens habe ich dann in den vergangenen Tagen eher Leichtathletik und Fußball geschaut", fügt sie schmunzelnd an.

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