Unioner strecken sich vergebens

Die Milkauer Volleyballer haben an ihrem Heimspieltag in der Bezirksliga lediglich einen Punkt erkämpft. In der zweiten Partie mussten sie noch improvisieren.

Milkau.

Denny Jonies ist schon etwas ernüchtert gewesen, was die Punkteausbeute seiner Milkauer Bezirksliga-Volleyballer am Heimspieltag angeht. "Das war nicht unser Tag. Es hätte wirklich besser laufen können", sagt der Milkauer Abteilungsleiter. Gegen den Spitzenreiter, die L. O. Volleys aus Limbach-Oberfrohna, unterlagen die Unioner mit 2:3 (21:25, 25:18, 15:25, 25:17, 15:17), das zweite Spiel gegen den VfL Wildenfels verloren die Mittelsachsen mit 0:3 (30:32, 19:25, 26:28).

Dem Spitzenreiter lieferten die Milkauer zwar einen beherzten Kampf, doch hier hatte vor allem der Block der Unioner Probleme, sich auf die Zuspiele der Limbacher einzustellen. "Manche Aktionen des Limbacher Zuspielers waren schon grenzwertig", so Jonies. Nachdem die Milkauer zweimal nach Sätzen ausgleichen konnten, gerieten sie im Tie-Break schnell auf die Verliererstraße. Mit 8:14 lagen die Unioner schon zurück, doch dann ging bei den L. O. Volleys das Nervenflattern los. Die Gäste konnten ihre sechs Satzbälle zunächst nicht nutzen, sodass plötzlich die Milkauer selbst beim Stand von 15:14 den Sack hätten zuschnüren können. Doch auch die Hausherren verpassten ihre Chance auf den Matchgewinn. Am Ende entschieden die Limbacher den Tie-Break mit 17:15 für sich.

Im zweiten Spiel gab es für die Milkauer auch mehrere Chancen, einen Satz zu gewinnen. Doch dies gelang ihnen bei der 0:3-Niederlage gegen den VfL Wildenfels nicht. Die VfL-Männer, gegen die die Milkauer bereits vor einigen Wochen im Bezirkspokal ausgeschieden waren, gewannen Satz 1 mit 32:30 und legten damit die Basis für den Erfolg. Für die Milkauer kam erschwerend hinzu, dass sie fortan auf eine neue taktische Formation zurückgreifen mussten. Zuspieler Mike Großmann knickte im ersten Satz zum und zog sich eine Bänderverletzung zu. Da der zweite Zuspieler, Dirk Naupert, nur in der ersten Partie zur Verfügung stand, mussten die Milkauer improvisieren. Und so fand sich Außenangreifer Denny Jonies plötzlich in der Rolle des Zuspielers, wobei zugleich noch das System umgestellt wurde. "So wie da haben wir seit 15Jahren nicht gespielt", sagt Jonies. Trotz großen Kampfes half diese Umstellung allerdings auch nicht. "Die Wildenfelser hatten zwei, drei starke Leute dabei, gegen die selten ein Kraut gewachsen war", so Jonies. Ein Satzgewinn blieb seiner Mannschaft im zweiten Spiel vergönnt. In der Tabelle verloren die Milkauer damit etwas an Boden. Als Dritter sind es nun vier Punkte zu Spitzenreiter Limbach-Oberfrohna, Zweiter ist der mittelsächsische Kontrahent aus Hennersdorf "Es ist noch alles drin und wir denken von Spiel zu Spiel", sagt der Abteilungsleiter.

Die Bezirksliga rückt für seine Mannschaft aber erst mal in den Hintergrund. Die beiden Partien am Samstag waren schon die letzten in diesem Jahr. "Wir freuen uns nun auf den Landespokal bei uns am 4.Januar", sagt Jonies. Sein Team darf dort als Bezirkspokalsieger mitmischen. In die Frankenauer Sporthalle reisen zum Jahresauftakt der VV Zittau (Sachsenliga) und der SVReudnitz II (Sachsenklasse) an.

StatistikUnion Milkau: Naupert, Großmann, Zäbe, Haubold, Müller, Sperling, Heidel, Spiegelhauer, Eckardt, Götz, Jonies

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