Vereinschef plädiert für jährliche Neuvergabe

Fußball: Tommy Haeder blickt zufrieden auf PokalFinalwochenende zurück

Lunzenau.

Obwohl es sportlich für die beiden Lunzenauer Fußballteams beim Pokal-Finalwochenende im eigenen Stadion nicht wie erhofft gelaufen ist, zieht Fortschritts Vereinspräsident Tommy Haeder (Foto) ein positives Fazit.

"Es war für uns im Verein inklusive der Vorbereitung ein sehr stressiges Wochenende, aber die Mühen haben sich gelohnt", sagt der 28-Jährige. "Am gesamten Wochenende hatten wir auf unserem Sportplatz mehr als 1000 Besucher, das ist schon eine stolze Zahl." Noch wichtiger sind ihm allerdings zwei andere Komponenten. "Ich denke, dass dieses Wochenende auch eine Bereicherung für unser Vereinsleben war und die positiven Rückmeldungen anderer Vereine zeigen uns, dass wir es ganz gut hinbekommen haben." Insgesamt mehr als 100 Vereinsmitglieder und Helfer sorgten an beiden Tagen für einen reibungslosen Ablauf. "Und auch im Vorfeld haben viele mit angepackt. Wir haben die Kabinen renoviert, eine neue Sitzecke sowie Auswechselbänke und einen barrierefreien Eingang errichtet."

Im Frühjahr hatten die Lunzenauer ihr Interesse bekundet, Gastgeber bei den diesjährigen Endspielen im Kreispokal zu sein. Der Kreisverband Fußball (KVF), der die Finals seit Jahren in Flöha austrägt, musste aufgrund der Feierlichkeiten zu "100 Jahre Fußball in Flöha" mit den Endspielen umziehen. "Meiner Meinung nach würde es Sinn machen, wenn der Kreisverband die Finalspiele jährlich neu ausschreibt", so Haeder.

Doch KVF-Geschäftsführer Thomas Pretschner wiegelt bereits ab. Ab dem kommenden Jahr sollen die Finalspiele wieder im Flöhaer Auenstadion stattfinden. "Flöha liegt zentral in Mittelsachsen und außerdem haben wir dort mit vielen Kabinen sowie zwei Fußballplätzen die besten Voraussetzungen", sagt Pretschner. "Dennoch haben die Lunzenauer das Final-Wochenende super veranstaltet, es gab wirklich keine Mängel."

Haeders leichte Kritik, dass der Kreisverband im Vorfeld nur sehr wenig zur Organisation beigetragen habe, wies Pretschner zurück. "Wir standen mit Fortschritt Lunzenau immer im regen Austausch und mir wurde meist versichert, dass keine Hilfe benötigt wird", so Pretschner.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    0
    schweinesiggi
    02.07.2019

    Großen Respekt für die Organisation des Pokalwochenendes an die Lunzenauer! Auch wenn es für unsere U19 aus Frankenberg ein ganzes Stück entfernt war, haben es die Jungs von Anfang an als ihr Abschlussevent gesehen und es mit einem extra vom Verein gecharterten Bus auch als solches ausgekostet. Warum der KVF ausschließlich die Finalserie nach Flöha als quasi "Erbhof" vergibt, erschließt sich aus den von Herrn Pretschner genannten Gründen nicht. Es gibt in Mittelsachsen viele tolle Vereine, Sportanlagen und engagierte Ehrenamtler - auch wenn natürlich der Förderverein in Flöha seit Jahren anerkennenswert gute Arbeit leistet und Stadt Flöha ein tolle Sportanlage errichtet hat und diese top unterhalten wird.

    D. Siegel
    Frankenberg



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