Vier Wochen lang geht es "Rund um Großwaltersdorf"

Damit das Radsportevent in diesem Jahr aufgrund der Coronakrise nicht gänzlich abgesagt wird, waren die Organisatoren kreativ. Bereits jetzt können die Sportler auf der Strecke gegen die Uhr kämpfen.

Großwaltersdorf.

Das ist in Zeiten von Corona ein Paukenschlag. Das traditionelle Radrennen "Rund um Großwaltersdorf" findet in diesem Jahr gleich an 28 Tagen statt. Allerdings wollen die Gastgeber dabei nicht auf den Spuren der mehrwöchigen großen internationalen Rundfahrten wandeln. Vielmehr zwingt die Pandemie sie dazu, diesen sportlichen Wettbewerb 2020 ganz anders als gewohnt auszutragen.

In den vergangenen Jahren sattelten die Aktiven in den verschiedenen Altersklassen vor dem Trakehnerhof auf, um eine drei Kilometer lange Schleife mehrmals zu absolvieren. Doch diese Rennen, die für den 28. Juni terminiert waren, fallen aus. Dennoch waren sich die Gastgeber um Thomas Lippold (Präsident RSV Chemnitz), Axel Röthling (Bürgermeister der Gemeinde Eppendorf) sowie Andreas Strelow (Ortsvorsteher Großwaltersdorf) darüber einig, dass sich die Räder trotzdem drehen sollen. Jedermann ist nunmehr aufgefordert, eine reichlich vier Kilometer lange Strecke zwischen Großhartmannsdorf (Start am Abzweig B 101 auf die S210/Höhe Gasstation) über die Saumstraße und Großwaltersdorf (Ortseingang Gränitzer Straße/Schild "Großwaltersdorf grüßt seine Gäste") auf dem Rad zu absolvieren. Mittels Smartphone soll dann die Aufzeichnung der relevanten Zeiten erfolgen. Dazu ist es möglich, zum Beispiel einerseits einen sogenannten GPS-Tracker zu nutzen oder andererseits auf dem Smartphone eine kostenlose App unter www.strava.com zu installieren.

"Wer ohne eine solche Aufzeichnung mitmachen möchte, kann sich am 14. und 21. Juni in der Zeit von 10 bis 12 Uhr am Start einfinden. Dann nehmen Kampfrichter die Tour ab", sagt Bürgermeister Axel Röthling. Dafür ist jedoch eine Voranmeldung bis zum Vortag (18 Uhr) unter der Mail Ortsvorsteher-Grosswaltersdorf@web.de (auch für Anfragen nutzbar) notwendig. Preise gibt es am Ende in fünf Kategorien (Gesamtwertung Damen/Herren, Einheimische Damen/Herren, schnellster E-Biker). Unter allen Teilnehmern wird ein Gutschein im Wert von 100 Euro für die Gaststätte Trakehnerhof verlost, dazu gibt es acht Gutscheine zu je 50 Euro, die bei Gewerbetreibenden der Gemeinde Eppendorf eingelöst werden können.

Selbst das "Siegerschwein" , das in den vergangenen Jahren der Gewinner des Hauptrennens erhielt, steht in der diesjährigen Preisliste. Teilnahmeberechtigt für diesen Sonderpreis sind nur einheimische Starter mit Wohnsitz im Postleitzahlgebiet 09575. Diese müssen ein Team bilden. "Das kann die Familie sein, der Sportverein, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen. Hauptsache ist, dass viele Fahrer zusammenkommen", sagt Röthling, der die Strecke auf seinem Rad bereits getestet hat. "Das Siegerschwein gewinnt das Team mit den meisten Startern."

Auch der Großwaltersdorfer Ortsvorsteher wird wieder aufsatteln. "In den vergangenen Jahren haben wir uns beim Einheimischenrennen in Großwaltersdorf Duelle geliefert. Jetzt treten wird natürlich auch wieder an", sagt Andreas Strelow schmunzelnd. Die Aktion ist am 1. Juni angelaufen und endet am 28. Juni. Allerdings müssen sich alle Teilnehmer darüber im Klaren sein, dass es sich dabei um ein Radsportevent auf öffentlichen Straßen und ohne Absperrungen handelt. Die Straßenverkehrsordnung ist zwingend einzuhalten, der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung.

Anfragen zu diesem außergewöhnlichen Spektakel können an buergermeister@gemeinde-eppendorf.de oder Andreas Strelow (Telefon 0152 26329052) gestellt werden.

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