Vizemeister überrascht Pokalsieger

In der Fußball-Mittelsachsenliga hat Lichtenberg zum Auftakt in Oederan gewonnen. Dabei schlugen zwei Neuzugänge zu.

Oederan/Lichtenberg.

Oft äußern sich Fußball-Trainer vor dem Saisonstart, dass sie nicht wissen, wo ihr Team sportlich steht. Jetzt gibt der Spielplan immerhin an, wo die Spieler der Mannschaften auflaufen müssen. So sorgte dieses Tableau unter anderem dafür, dass der Oederaner SC am 1. Spieltag der Mittelsachsenliga den SV Lichtenberg empfing, der als Meisterschaftsfavorit Nummer 1 gehandelt wird. Ob diese Partie geeignet war, genauere Erkenntnisse über den Leistungsstand der Teams zu erhalten, sei dahingestellt. Die 86 zahlenden Zuschauer sahen zwar keinen lauen Sommerkick, ein fußballerischer Leckerbissen wurde jedoch ebenso wenig serviert. Immerhin gewann Lichtenberg die Begegnung 2:0 (0:0), ließ aber erkennen, dass es noch genügend Luft nach oben gibt.

"Natürlich hatten wir in diesem ersten Saisonspiel noch ein paar Anpassungsschwierigkeiten. Insbesondere in der 1. Halbzeit hatten wir gegen einen tiefstehenden Gegner zu kämpfen", sagte SVL-Trainer Manuel Kluge. Nach einer guten Anfangsviertelstunde habe seine Truppe den Gegner durch eigene Fehler ins Spiel kommen lassen. In den folgenden Minuten gewann Oederans Trainer Steffen Günther keine neuen Erkenntnisse über den Verlauf der Formkurve seines Teams, sondern sah eher ein altbekanntes Muster: Seine Männer erspielten sich Chancen, brachten sie aber nicht unter.

So hob Roy Böttcher den Ball gekonnt über Lichtenbergs Torwart David Bellmann, doch das Spielgerät landete an der Latte. Später fasste sich Paul Seiler ein Herz, seinen Schuss lenkte der SVL-Keeper aber mit den Fingerspitzen ans Aluminium. Statt Oederaner Jubel gab es Lichtenberger Freude: Neuzugang Maximilian Molnar markierte in der 51. Minute das 1:0 für die Gäste. "Wir haben uns auskontern lassen und es dem Gegner viel zu einfach gemacht", kommentierte OSC-Vize Steffen Neubert die Situation, der ein krasser Fehlpass vorausging.

In der Schlussphase wetteiferten beide Mannschaften darum, wer den Ball aus aussichtsreicher Position am höchsten über die Latte donner kann. Erst jagte der Lichtenberger Felix Krause die Kugel ins Fangnetz, auf der Gegenseite feuerte Ronny Lippold den Ball in Richtung Wohngebiet ab. Praktisch mit dem Schlusspfiff stellte der SVL durch Philipp Molnar den Endstand her.

"Wir sind wieder einmal an unserer Chancenverwertung gescheitert. Wir hätten in Führung gehen müssen", sagte OSC-Trainer Günther, der seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen wollte. "Einstellung und Leistung haben gestimmt."

Sein Gegenüber sprach von einem insgesamt verdienten Sieg sowie einem mannschaftlich geschlossenen Auftritt seiner Männer. "Das Resultat ist aber sicherlich um ein Tor zu hoch ausgefallen", so Manuel Kluge.

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