Weitere Zwangspause für Peniger

Nach einer Verletzung am Fuß stand Enduropilot Edward Hübner wieder in den Startlöchern. Doch der Lauf zur deutschen Meisterschaft in Burg wurde wegen der Trockenheit abgesagt. Nun peilt er die Teilnahme am Europameisterschaftslauf in Schweden an.

Penig.

Eigentlich hätte am Wochenende die Internationale Deutsche Enduro-Meisterschaft nach fünf Monaten ihre langersehnte Fortsetzung finden sollen. Doch das hochsommerliche Wetter mit anhaltenden Rekordtemperaturen ließ dem Veranstalter keine Wahl. Auf Grund der extremen Trockenheit und der damit verbundenen akuten Waldbrandgefahr wurde die Zwei-Tages-Geländefahrt in Burg abgesagt. Ein herber Schlag für die Meisterschaft, da bereits im Frühjahr der zweite Meisterschaftslauf in Dahlen gestrichen werden musste. Schuld war damals Sturmtief Friederike, welches in den Wäldern eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte und so keinen Wettkampf zuließ.

Somit steht lediglich das Resultat vom Auftakt in Tucheim in den DEM-Ergebnislisten, Tagessieger in der Klasse E2 wurde damals der Peniger Edward Hübner. Ein gelungener Saisoneinstand für den KTM-Fahrer im Dienste des Zschopauer Sturm-Teams, der in diesem Jahr die komplette Europameisterschaft und ausgewählte Läufe zur Weltmeisterschaft bestreiten will.

"Der EM-Auftakt in Italien verlief mit Rang vier und sechs recht vielversprechend", blickt Hübner zufrieden zurück. Doch nur drei Wochen später erhielten seine Ambitionen einen herben Dämpfer. Bei der Deutschen Motocross-Meisterschaft in Lugau verletzte er sich erneut an seinem linken Fuß. "Es war wieder ein unglücklicher Umstand, der aber passieren kann, wenn man Rennen fährt", sagt er. "Ich bin bei einem Sprung in der Luft abgestiegen und mit beiden Füßen aufgekommen. Dabei habe ich mir links die Plantarfaszie-Sehnenplatte in der Fußsohle sehr stark geprellt und war erst einmal für weitere acht Wochen weg vom Fenster", berichtet der 30-Jährige, der sich danach immer wieder bohrende Fragen gefallen lassen musste. "Viele Leute haben mich daraufhin angesprochen, warum ich mir das überhaupt antue, nach so einer schweren Verletzung am Motocross teilzunehmen." Die Antwort ist für ihn ganz einfach: "Ich will wieder schneller werden und mich möglichst immer weiter an die Spitze zurückkämpfen. Da reicht es nicht, nur alleine auf dem Feld seine Runden zu drehen, da muss auch mal ein knackiges Motocross-Rennen mit starker Konkurrenz sein."

Mittlerweile sind seit diesem Sturz drei Monate vergangen und Edward Hübner ist wieder voll im Training. "Sofern man das so bezeichnen kann", sagt er und lacht. "Aktuell ist es durch das Wetter extrem schwer, mein Trainingsprogramm im vollen Umfang abzuspulen. Bei der Hitze versuche ich, oft morgens gleich zu fahren oder gegen Abend ein paar Kilometer mit dem Rennrad abzuspulen." Schwimmen sei angesichts der derzeitigen Temperaturen aber die beste Alternative, sagt er. Dazu kommen noch Fitness- und Kraftübungen. "Zudem bin ich hin und wieder zusammen mit meinem Teamkollegen Andi Beier trainieren gewesen. Er ist natürlich eine Top-Referenz und ich sehe, wo ich aktuell stehe. Und da bin ich keinesfalls unzufrieden", so der KTM-Fahrer, der nun, eine Woche später als geplant, beim EM-Lauf im schwedischen Skövde wieder in das Renngeschehen eingreifen wird.

Ende August ist mit der Waldkappeler Geländefahrt der nächste DEM-Lauf angesetzt. Doch auch in Nordhessen ist die Lage auf Grund der Wetterlage aktuell sehr angespannt.

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