Wie aus einem Guss zum Pokal

Bei einem der weltgrößten Schwimmwettkämpfe haben die jungen Aktiven aus Freiberg erneut ganz vorn mitgemischt. Und auch als Team war Westsachsen erneut nicht zu schlagen.

Freiberg.

81 Teams aus vier Ländern haben in diesem Jahr am 22. Internationalen Schwimm-Cup in dänischen Esbjerg teilgenommen - und das beste kam erneut aus Sachsen: Das Team Westsachsen gewann wie im Vorjahr die Vereinswertung vor den Gastgebern, woran die Freiberger Aktiven einen großen Anteil hatten: 27 Medaillen fischten die Mädchen und Jungen des SSV Freiberg bei einem der weltgrößten Vereinswettkämpfe im Schwimmen aus dem Becken des "Svømmestadions", und auch die Aktiven des ATSV Freiberg punkteten fleißig.

"So viele Podestplätze haben wir in Esbjerg schon lange nicht mehr erreicht", freut sich Katja Gorzolla, die Trainerin des SSV Freiberg. Für den Verein ist der Wettkampf im Südwesten Jütlands seit Jahren der Saisonhöhepunkt. Mit 34 Sportlern stellte der SSV fast ein Viertel des rund 150-köpfigen Teams Westsachsen. "Es hat wieder alles gepasst", so die Trainerin der Freiberger Leistungsgruppe, die sich fast zehn Monate auf den Wettkampf in Dänemark vorbereitet und dabei vier Trainingslager absolviert hatte.

Esbjerg habe aber auch wie immer schöne Geschichten geschrieben, erzählt Katja Gorzolla. So setzte Peter Weigelt, der gerade ein Austauschjahr in den USA absolviert und in einem Highschool-Team trainiert, alle Hebel in Bewegung, um pünktlich zur Mannschaft zu stoßen. Genau einen Tag vor Wettkampfbeginn sei er eingetroffen. "Eine Punktlandung", so die SSV-Trainerin. Zudem war der 17-Jährige auf den Punkt topfit: Neben drei Einzelmedaillen verhalf er auch zwei Staffeln zum Silberplatz.

Bente Peuker, die extra auf ihren Start bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin verzichtet hatte, präsentierte sich ebenfalls in bestechender Form. Sie fischte an der Nordsee dreimal Silber und zweimal Bronze. Zudem knackte die 15-Jährige die magische Ein-Minuten-Grenze über 100 Meter Freistil, freut sich ihre Trainerin. Auch Alexander Trommer (14) schwamm auf den Freistilstrecken zu Edelmetall: Silber über 200 Meter und Bronze im packenden Finale über 100 Meter.

Die 14-jährige Laura Wilsdorf, die fünf Medaillen auf den Freistil- und Bruststrecken gewann, sorgte ebenfalls für jede Menge Jubel im grüngekleideten Fanblock des Teams Westsachsen. Nachdem die Saison krankheitsbedingt nicht optimal verlief, "war im entscheidenden Moment davon nichts mehr zu spüren", lobt ihre Trainerin. Aus der Nachwuchsriege des SSV stach die erst neunjährige Sophia Biscop heraus, die acht Medaillen gewann. Im jüngsten Wertungsjahrgang der Veranstaltung schlug sie in fast allen Rennen als Erste an und sammelte wertvolle Punkte für die Teamwertung. Jeweils 9 Zähler gab es für Rang 1, ein 8. Platz brachte noch einen Zähler. "Hier wächst ein ganz großes Talent heran", sagt die Trainerin der Freiberger Leistungsriege.

Weitere Medaillen steuerten Ilja Sukhanov, Judith Jaenicke-Rößler und Fynn Luca Orosz bei. Doch auch die anderen Starter des Vereins haben sich zum Teil beachtlich gesteigert, schätzt die SSV-Trainerin ein. "Die Truppe ist wie aus einem Guss geschwommen."

Die Aktiven des ATSV Freiberg leisteten in Dänemark ebenfalls ihren Beitrag zum insgesamt vierten Pokalsieg des Teams Westsachsen seit 2007. Allen voran Kristin Bergmann: Die Zehnjährige war in den Finals über 25 und 50 Meter in allen Lagen nicht zu schlagen und gewann achtmal Gold. Ihre 15,99 Sekunden über 25Meter Freistil waren zudem die wertvollste Leistung auf der 25-m-Distanz ihrer Altersgruppe. Auch Aileen Bierwagen (Jahrgang 2009) schwamm mehrfach in die Punkteränge.

Bei der 22. Auflage des Schwimmcups in Esbjerg starteten vor allem Teams aus Dänemark und Deutschland, unter anderem aus Berlin, Halle, Dresden, Hamburg und Kiel. Auch zwei schwedische Mannschaften sowie eine Sportgruppe aus Nigeria waren dabei. Im Team Westsachsen, das die Gesamtwertung mit 1448 Punkten vor dem SK Esbjerg (1198) und SK Gladsaxe (603) gewann, standen neben dem SSV und dem ATSV Freiberg unter anderem Sportler des SC Chemnitz und des Chemnitzer PSV, des SVV Plauen, SV Schneeberg und des SV Zwickau.

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