Zuger machen wieder Dampf

Die Kicker des Zuger SV haben die Rückkehr in die Mittelsachsenklasse im Visier - mit neuem Trainer und jungen Spielern.

Freiberg/Zug.

Wenn der souveräne Spitzenreiter gegen den Drittletzten spielt, und das auch noch auf eigenem Platz, sind die Rollen klar verteilt. Andreas Kurzhals, der Trainer der Zuger Fußballer, warnt jedoch vor der Hausaufgabe am 18. Spieltag der Kreisliga Süd. "Das wird erneut nicht einfach", sagt der 64-Jährige, der die Rand-Freiberger im Sommer nach dem Abstieg aus der Mittelsachsenklasse übernahm und an die Spitze der Kreisliga Süd führte.

Zuletzt tat sich der Primus (1./ 42 Punkte) aber schon gegen den Vorletzten Rechenberg-Bienenmühle schwer: Erst zwei Minuten vor Ultimo schoss Benjamin Hempel die Zuger aufs Siegergleis. Insgesamt hat das Team aber mit 13 Siegen aus 17 Spielen und nur einer Niederlage eine überaus positive Bilanz und sechs Zähler Vorsprung auf Verfolger TSV Flöha II (2./36). "Die junge Truppe spielt eine wirklich gute Saison", lobt Kurzhals. Lediglich beim FV Neuhausen (1:2) musste sein Team am 14. Spieltag als Verlierer vom Platz - korrigierte das aber umgehend mit einem 4:0 beim Bobritzscher SV, der bis dahin noch mit im Aufstiegsrennen war. "Das war eine starke Vorstellung", so Kurzhals.

Der Mannschaft fehle aber noch etwas die Erfahrung, defensive und kompakt stehende Gegner zu knacken, erklärt der Zuger Coach. Dazu kommen im Moment viele Verletzte, darunter erfahrene Spieler wie Kapitän Maximilian Dittrich, Thomas Wolle und Benjamin Dittrich. "Trotzdem haben die Jungs das bislang prima gemeistert", lobt er.

Als Kurzhals im Sommer aus Großschirma nach Zug kam, stand keineswegs der Wiederaufstieg auf dem Programm. Nachdem der langjährige Trainer und Funktionär, unter anderem beim BSC Freiberg, den Umbruch aber schnell vollzog und mit A-Junioren wie Jonny Pöge (21Tore) wieder eine schlagkräftige Mannschaft formte, wollen die Zuger, die früher in der Bezirksklasse und in der Mittelsachsenliga unterwegs waren, nun sofort ins Unterhaus der Kreisverbandes zurück. Bis zum Duell bei Verfolger Flöha am vorletzten Spieltag soll dabei der Sechs-Punkte-Vorsprung zumindest gehalten werden. "Das heißt, drei Siege aus drei Spielen", so die einfache Rechnung von Kurzhals.

Als Männer-Trainer stieg er bereits mit dem SV Lichtenberg (2011 in die damalige Bezirksliga) sowie Motor Brand-Erbisdorf (in die Mittelsachsenklasse) auf. "Und aller guten Dinge sollen ja drei sein", so der 64-Jährige schmunzelnd.

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