Zum Abschied kullern die Tränen

Die Damen des TSV Penig haben ihr letztes Saisonspiel gegen Rotation Weißenborn II zwar mit 18:24 (9:13) verloren, aber das war Nebensache. Grund: Für fünf Spielerinnen der Muldestadt war es die letzte Partie.

Penig.

Kaum war die Schlusssirene in der Peniger Sporthalle ertönt, flossen bei Vanessa und Viviane Kühn die Tränen. Für die Schwestern war die Partie gegen Weißenborn II (18:24) das letzte Spiel im Peniger Trikot. Trainer Heiko Schneider umarmte die beiden daher extra lang. Neben ihnen werden noch Lindsay Kramer, Maria Drescher und Anna Barsch das Team verlassen.

"Ich hätte gern weitergespielt", gibt Vanessa Kühn zu. "Doch aus gesundheitlichen Gründen geht es leider nicht mehr." Für die 27-Jährige gehen damit 14 Jahre im Peniger Trikot zu Ende. "Ich habe in dieser Zeit zwei Aufstiege erlebt. Und diese Saison ist wirklich eine besondere, weil wir aus einem Minimum das Maximum herausgeholt haben." Mit einem kleinen Kader habe das Team zusammengehalten und füreinander gekämpft. Wichtig dabei waren die Kühn-Schwestern allemal. "Wobei Viviane noch eher der Terrier im Team war", sagt Vanessa über ihre Schwester.

Für die 23-Jährige endeten am Freitag elf Jahre im Peniger Trikot. "Darunter war sogar ein Jahr, als ich gar kein Team hatte und bei den Frauen nur mittrainiert habe", erzählt Viviane Kühn. Obwohl sie im besten Handballalter ist, will sie aufgrund einer anderen Leidenschaft kürzertreten: Viviane Kühn ist auch im Faschingsclub Penig aktiv und will dort verstärkt das Funkenmariechen geben. "Dafür ist eben auch Training notwendig, sodass ich Handball und Fasching schlecht unter einen Hut bekomme", sagt sie. Für beide gab es nicht nur Blumen, sondern auch das Maskottchen: Kuschelbärin Rosi soll nun einen Platz bei Mutter Jannett Kühn finden.

Dennoch wird das Team, das bereits mit den A-Junioren aufgestockt wird, die Saison nicht beenden. "Wir werden sicher bis Juni noch einige Trainingsspiele bestreiten. Dafür sind Partnervereine jetzt leichter zu gewinnen als in der Vorbereitung im Sommer", so Trainer Schneider. "Ich denke aber, dass die Mädels den Klassenerhalt in der Bezirksliga packen können", sagt Vanessa Kühn. "Sie werden sich finden und zusammenhalten wie wir diese Saison."

Statistik TSV Penig: Zschunke, Korb (8/1), Drescher (1), Tomoscheit, Saßmannshausen (3), V. Schneider, Meyer, Oschatz (1), Fries, Vanessa Kühn (1), C. Schneider (1), Kramer (1).

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