Auf kurzem Weg ins Achtelfinale

Den vogtländischen Fußballern steht am Wochen-ende die zweite Runde im Kreispokal bevor. Brisanz steckt dabei in einer ganze Reihe von Derbys.

Reichenbach.

Die Vogtlandliga-Fußballer haben sich in der Vorwoche bei ihrem Einstieg in den Kreispokalwettbewerb so treffsicher wie noch nie gezeigt. 88-mal versenkten sie das Runde im Eckigen, kassierten selbst nur elf Gegentreffer. Fünf davon schluckte allein Lengenfeld, das überraschend in Ruppertsgrün als einziger Vertreter der höchsten Liga des Kreises ausschied. Schreiersgrün schaffte mit dem 19:0 bei Eintracht Auerbach ein neues Rekordergebnis. Syrau (10:0 in Ellefeld) und Rotschau (12:1 in Wildenau) gewannen ebenfalls zweistellig.

An diesem Wochenende wird der August-Ausscheid "16 aus 77" abgeschlossen. Von den Teams, die bereits die Ausscheidungsrunde spielten, haben mit Ruppertsgrün, Auerbach III, Syrau II, Lok Plauen und Schöneck fünf auch die erste Runde überstanden. Drei Mannschaften der Kreisliga oder 1. Kreisklasse werden mindestens auch im Achtelfinale vertreten sein. Die zweite Runde ist gekennzeichnet von relativ kurzen Wegen. Nur der VfB Mühltroff muss nach Reumtengrün richtig Kilometer schrubben - 84 für Hin- und Rückfahrt. Dafür beträgt bei elf Auseinandersetzungen die Entfernung zwischen den beiden Sportplätzen nicht einmal 15 Kilometer.

Zweimal stehen sich Vogtlandligisten im Pokalduell gegenüber. Das sind die Topspiele der Runde. Dazu zählt der Klassiker zwischen dem VfB Auerbach II und dem FC Werda. In 42 Punktspielen seit 1993 siegte 15-mal der VfB und 22-mal der FC. Für Auerbach spricht der Heimvorteil, gegen die Werdaer, dass sie in den vergangenen drei Pokaljahren stets in der zweiten Runde die Segel strichen. Spannung bietet auch das Duell zwischen dem 1. FC Rodewisch und Fortuna Plauen. Ein Heimspiel im Pokal ist für Rodewisch eine Rarität. Nur einmal durfte man in den vergangenen 13 Spielen auf eigenem Rasen ran - im November 2016 beim 11:12 nach Elfmeterschießen gegen Rotschau.

Schreiersgrün ist noch nie in der zweiten Runde ausgeschieden. Daran wird sich nach Lage der Dinge auch nichts ändern, ist der Vogtlandligist beim erstmaligen Gastspiel im nur sieben Kilometer entfernten Trieb doch haushoher Favorit. Trieb wird aber alles in die Waagschale werfen, um die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten. Warm anziehen muss sich die SGUnterlosa beim BC Erlbach. Der schaffte es vorige Saison immerhin bis ins Finale.

Eine erste Standortbestimmung gibt es für Vogtlandklasse-Rückkehrer Coschütz in der Auseinandersetzung mit Wernesgrün. Die bisher letzten Punktspielvergleiche sahen jeweils die Kicker aus dem Bierdorf vorn (2015/16: 3:1, 5:2). Der SV Kottengrün steht bei der SpVgg Grünbach-Falkenstein vor einer mittelschweren Aufgabe. Seit dem Zusammenschluss musste Grünbach-Falkenstein in allen bisher bestrittenen 13 Pokalspielen die Koffer packen. Was bringt nun die erstmalige Rolle als Gastgeber?

Reumtengrün trifft erstmals in einem Pflichtvergleich auf Mühltroff. Aufgrund des Dreiklassenunterschiedes ist Wacker Plauen in Pfaffengrün haushoher Favorit. Bereits im Vorjahr traf der einzige noch im Rennen befindliche Vertreter der 1. Kreisklasse auf einen von ganz oben - konnte aber beim 2:8 im Stadtderby gegen Treuen nichts bestellen. Die höherklassig erprobten Routiniers des VfB Auerbach III wollen dem zweimaligen Finalisten Rotschau (2016 und 2017) einen heißen Tanz liefern. Daneben gehört auch der SC Syrau II zu denen, die noch nie in der zweiten Runde standen. Das Auswärtslos Netzschkau scheint schwer aber machbar.

Endlich wieder einmal positive Schlagzeilen im Wettbewerb schrieben vor einer Woche Brunn und der VfB Schöneck. Sie kegelten jeweils Höherklassige raus und treffen jetzt direkt aufeinander. Die Punktspiele in der Vorsaison in der Kreisliga sahen Brunn vorn (2:0, 2:1). Dreht der VfB jetzt den Spieß um? Für die TSG Rupperstgrün ging die Saison ja schon mal gut los: Mit dem Sensationssieg gegen Lengenfeld setzte der Kreisliga-Aufsteiger eine Duftmarke. Ein weiteres Heimspiel blieb ihm aber verwehrt. Er gastiert beim Meisterschaftsrivalen VfB Plauen Nord.

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