Die letzte Haarnadelkurve sorgt für das Aus

Die gebürtige Erzgebirgerin Julia Mehner hat sich dem Skiclub Schöneck angeschlossen. Beim Fis-Rennen in ihrer neuen sportlichen Heimat lief es am Wochenende allerdings nicht so gut.

Schöneck.

Für Julia Mehner gehört das Skifahren zum Leben dazu. Von Kindesbeinen an steht die heute 19-Jährige auf Skiern. Die Schwarzenbergerin erzählt: "Meine Uroma wohnt in Oberwiesenthal. Als ich noch klein war, hat sie mich in die Skischule gebracht. Als ich etwas älter war, so fünf oder sechs Jahre, haben wir auf dem Hang jemanden vom ASC Oberwiesenthal getroffen. Alles andere hat sich entwickelt. Ich habe dort im Verein trainiert und mich immer weiter gesteigert."

So nahm die sportliche Karriere ihren Lauf. Von Oberwiesenthal aus hat die junge Sportlerin den Sprung an die Eliteschule des Sports in Berchtesgaden geschafft. Dort lernte und trainierte sie bis voriges Jahr. Die Schwarzenbergerin gehört zum D/C-Kader des Deutschen Skiverbandes und ist aktuell sächsischer Landeskader. Warum hat sie sich entschieden, zurück in die Heimat zu gehen? "Ich war mit der Schule fertig, und die sportlichen Leistungen haben nicht mehr ganz ausgereicht", erzählt Julia Mehner, die jetzt beim Skiclub Schöneck eine neue Trainingsstätte gefunden hat. Dort ist Benjamin Binz ihr Trainer.

Auf ihrer neuen Heimstrecke, auf der Piste an der Hohen Reuth in Schöneck, ist am Wochenende über drei Tage hinweg ein Wettkampf des internationalen Skiverbandes Fis im Slalom ausgetragen worden. Dabei konnte die junge Abfahrtsläuferin allerdings nicht punkten. Am ersten Wettkampftag am Freitag kam das Aus im zweiten Lauf: "Im ersten Lauf war ich noch etwas zurückhaltend. Im zweiten ging es wesentlich besser, aber leider bin ich da in der letzten Haarnadelkurve vorm Ziel ausgeschieden, was sehr schade war."

Einen Tag später hatte sich Julia Mehner einiges vorgenommen, doch es sollte nicht sein. Sie ging nur einmal an den Start. Den ersten Lauf konnte sie nicht ins Ziel bringen - am Steilhang war Schluss. Über das Ergebnis ärgert sich die 19-Jährige: "Man gibt immer sein Bestes und schaut, wo man am Ende steht." Die Konkurrenz sei stark gewesen: "Es sind teilweise Weltcup-Fahrer am Start und Sportler, die im Europacup starten."

Geschwindigkeit ist ein Rausch, das sei auch beim Skifahren so, weiß die Sportlerin. "Schöneck ist eine eher flache Piste, ein Hang, wo man richtig Gas geben kann. Man hat gute Möglichkeiten, schnell Ski zu fahren. Es ist anspruchsvoll in dem Sinne, weil es relativ flach ist." Über den Winter stehen für Julia Mehner noch einige Abfahrten an. Fast jedes Wochenende gibt es ein Rennen in Deutschland. Vergangenen Winter hat sie 62 Wettkämpfe bestritten. Große Pläne für 2019 hat die junge Sportlerin nicht: "Ich will einfach Spaß am schnellen Skifahren haben und schauen, was dabei rauskommt." Der Höhepunkt sei schon das Heimrennen in Schöneck gewesen.

Neben dem Sportlichen hat Julia Mehner auch beruflich einiges vor: "Ab kommenden Jahr werde ich ein Studium beginnen, entweder in Innsbruck in Österreich oder in Amerika." Die Richtung stehe fest: Architektur. Dafür habe sie großes Interesse und auch die nötige Kreativität.

 

Ergebnisse: www.fis-ski.com

 

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