Die Teilnahme allein ist längst nicht alles

Sebastian Hendel vom LAV Reichenbach ist für die Leichtathletik-Europameisterschaften nominiert. Sein großes Saisonziel hat er erreicht. Vielleicht wird aus der EM für ihn sogar ein Familien-Ereignis.

Reichenbach.

Seit Donnerstag weiß Sebastian Hendel, dass seinem großen Saisonziel, einem Start bei der Leichtathletik-Europameisterschaft vom 7. bis 12. August in Berlin nichts mehr im Weg steht. Als der Deutsche Leichtathletik-Verband 54Sportler für die EM nominierte, da fiel auch der Name des 22-jährigen Studenten für Wirtschaftsingenieurwesen aus Reichenbach. Er ist neben Richard Ringer (Friedrichshafen) und Amanal Petros (Brackwede) für den 10.000-Meter-Lauf vorgesehen. Den Grundstein dafür hatte er im Juni im holländischen Leiden gelegt, als er die für die Nominierung erforderliche Zeit von 28:55 Minuten mit 28:44,68 deutlich unterbot. Zuvor war der Vogtländer im Mai in Pliezhausen völlig überraschend Deutscher Meister über diese Distanz geworden.

"Die Freude ist natürlich groß, auch wenn die Nominierung nicht so überraschend kommt. Das wird meine erste internationale Meisterschaft im Erwachsenenbereich, da will ich mich natürlich so gut wie möglich präsentieren." Also nichts mit dem olympischen Prinzip, Dabeisein alles? "Nein, das ist nicht mein Anspruch. Ich will rausgehen, alles geben und möglichst eine neue Bestzeit laufen. Bei solchen Meisterschaften gibt es ja meistens von Taktik geprägte Rennen, da ist vieles möglich."

Sein Training umstellen wird Sebastian Hendel jetzt nicht. Erst unmittelbar vor der EM ist vorgesehen, das Pensum etwas herunterzuschrauben. "Zuvor will ich noch bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg die 5000 Meter laufen. Danach feilen wir am letzten Schliff für die EM-Form."

Noch unsicher ist, ob bei den kontinentalen Titelkämpfen auch Sebastian Hendels Ehefrau Kristina antreten kann. Sie kämpft derzeit noch um einen Startplatz für ihr Heimatland Kroatien über 3000 Meter Hindernis. "Im Moment fehlen ihr noch ein paar Sekunden zur Normzeit. Ende Juli will sie in Karlstadt in Schweden versuchen, die zu knacken. Es wäre toll, wenn wir beide in Berlin laufen könnten."

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