Dublinowski revanchiert sich mit Wut im Bauch

Der AV Germania Markneukirchen gewinnt zum Auftakt der Rückrunde der Regionalliga Mitteldeutschland 26:6 gegen den 1. Luckenwalder SC. Beide Mannschaft mussten dabei improvisieren.

Markneukirchen.

Zum Rückrundenauftakt der Regionalliga Mitteldeutschland hatte der AV Germania Markneukirchen den Tabellendritten 1. Luckenwalder SC zu Gast. Die Brandenburger kamen nicht mit voller Besetzung, und so dominierte Germania mit einem klaren 26:6-Erfolg. Markneukirchen steht somit weiter verlustpunktfrei an der Tabellenspitze vor dem RV Thalheim, der nur gegen die Vogtländer verloren hat und am Samstag beim KFC Leipzig 19:10 gewann.

Auch Markneukirchen musste nach verletzungsbedingten Ausfällen Lücken füllen. So half Franz Richter im Limit bis 98 Kilogramm aus. Da Richter jedoch mit Übergewicht antrat gingen die vier Mannschaftspunkte an Luckenwalde. Im Freundschaftskampf bezwang Richter Martin Hettler noch in der ersten Runde mit Würfen und Rollen im Bodenkampf 15:0. Tim Bitterling stellte sich dem Germania-Team im ungewohnten Freistil zur Verfügung und unterlag gegen Friedrich Schröder 2:5 nach Punkten.

Valerij Borgoiakov benötigte nur 1:25 Minuten zum 15:0-Überlegenheitserfolg gegen Kevin Siegert. Anschließend ging der nach dem Stilartenwechsel ins Schwergewicht aufgerückte Lukasz Dublinowski mit Wut im Bauch gegen Ilja Matuhin auf die Matte, hatte Dublinowski doch den Hinrundenkampf in Luckenwalde 2:4 verloren. "Doch wir wissen, dass bei Lukasz der Motor immer etwas spät anläuft", sagte der Markneukirchener Trainer Andy Schubert und freute sich über das 2:2, wobei Dublinowski den Mannschaftspunkt bedingt durch die zuletzt erkämpfte Wertung auf das Konto holte. Matuhin ging 2:0 in Führung, die Dublinowski in der fünften Kampfminute ausglich.

Nichts für schwache Nerven war das Duell zwischen Roman Walter und Sven Cammin, der vor der Saison von Greiz nach Luckenwalde gewechselt war. Walter ging bis zur Pause 5:0 in Führung und legte zum Beginn der zweiten Runde noch eine Zweierwertung zum 7:0 nach. Doch dann folgte der Endspurt des SC-Ringers zum 7:6. Walter hielt mit letzter Kraft den einen Punkt Vorsprung fest, der einen weiteren Zähler auf das Mannschaftskonto brachte.

Maximilian Simon konnte endlich in seinem angestammten Limit bis 66 Kilogramm ringen. Er drückte Michael Penkert nach 2:33 Minuten beim Stand von 17:0 auf beide Schultern. Pausenstand nach fünf von zehn Begegnungen: 10:4.

In der zweiten Hälfte machte Markneukirchen den Sack endgültig zu; Julian Gebhard gewann kampflos, für ihn hatte Luckenwalde keinen Gegner. Justin Müller ließ nichts anbrennen und schickte Magomed Arsanov nach 2:22 Minuten 18:2 geschlagen von der Matte. Nur 1:53 Minuten benötigte Sejran Simonyan für seinen 15:0-Überlegenheitserfolg gegen Johannes Schmiege. Und auch Lukas Bast machte es gegen Stephan Braschke kurz. Der Frankfurter in den Reihen des AVGermania gewann in der zweiten Kampfrunde ebenfalls technisch überlegen 16:0. Im letzten Duell zeigte Tim Bitterling Freistil-Qualitäten und ließ nur einen 2:5-Punktsieg seines Gegners Friedrich Schröder zu.

Den Ehrenpreis für den Kampf des Tages bekam Sejran Simonyan von sportlichen Leiter des AV Germania, Jörg Guttmann, überreicht. Der Mannschaftsleiter des 1. Luckenwalder SC, Stephan Braschke, der selbst mitgerungen hatte, meinte nach dem Kampf: "Wir hatten einige Ausfälle zu verarbeiten. Zudem erwartet die Frau von Mannschaftskapitän Sven Menzel ein Baby, weshalb er verständlicherweise zu Hause blieb." Ich danke den Jungs, die eingesprungen sind, und hier beim Staffelfavoriten gekämpft haben."

Andy Schubert zeigte sich zufrieden: "Wenn die Luckenwalder mit voller Mannschaft kommen, sind sie schon gefährlich. Auch wir mussten improvisieren. Durch den Stilartenwechsel in der Rückrunde können wir das 57-Kilogramm-Limit besetzen, fast alle Ringer rutschen eine Kategorie nach unten, womit wir stärker stehen."

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