Einheit kann ohne Druck spielen

Der HC Einheit absolviert sein vorletztes Auswärtsspiel in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga in Apolda. Für Oberlosa geht es in Oebisfelde um den zweiten Tabellenplatz.

Plauen.

Die Mitteldeutsche Handball-Oberliga biegt auf die Zielgerade ein. Sportlich abgestiegen ist der HC Einheit Plauen bereits, will aber in Apolda punkten. Nach dem Handballkrimi in der Vorwoche in heimischer Halle muss der SV 04 Oberlosa auch in Oebisfelde punkten, um den zweiten Platz zu halten.

HSV Apolda - HC Einheit Plauen: Nach dem 26:26-Teilerfolg beim USV Halle fahren die Plauener am Samstag gestärkt zum Tabellenzehnten nach Apolda. Spielbeginn ist 20 Uhr. Das drittletzte Saisonspiel der Plauener ist vom Charakter gleichzusetzen mit der Partie zuletzt in Halle. Einheit hat nichts zu verlieren, während Apolda den Klassenerhalt noch nicht gesichert hat.

Die Plauener scheinen besonders nach den Leistungen der drei letzten Spiele gegen Aschersleben, Elbflorenz und Halle, aber viel zu spät, wieder für alle Teams ein ernsthafter Konkurrent zu sein. Couragiert bewiesen sie in Halle in einem bis zur Schlussminute ausgeglichenen Spiel Nervenstärke und holten den ersten Auswärtspunkt. In Apolda wollen die Plauener erneut ihre Oberligatauglichkeit beweisen.

HCE-Trainer Jan Richter: "Eigentlich hatte ich in Halle einen Sieg erwartet. Warum es nicht gereicht hat, haben wir intern analysiert. Man erkennt aber, dass wir uns aus dem Tief gearbeitet haben. Apolda schätze ich stärker als Halle ein. Vor allem daheim sind die eine Macht. Aber der Druck liegt bei denen."

Die Thüringer bestreiten die drei letzten Spiele vor eigenem Publikum. Zudem haben die Thüringer vor Wochen mit der Verpflichtung des neuen Trainers Robert Flämmich ein klares Zeichen für eine erneute Oberligasaison gesetzt.

SV Oebisfelde - SV 04 Oberlosa: Im drittletzten Saisonspiel muss der SV 04 Oberlosa ins 315 Kilometer entfernte Oebisfelde. Dort wird der Gastgeber versuchen, die große Schwäche der Plauener aufzudecken. Denn Oberlosa ist gerade in Spielen gegen abstiegsgefährdete Mannschaften anfällig. In dieser Saison ließen die Spitzenstädter sechs Punkte gegen Abstiegskandidaten liegen. Nur deshalb scheint die Meisterschaft schon zugunsten des HC Elbflorenz II entschieden.

In Oebisfelde wollen die Vogtländer siegen. Trainer Petr Hazl weiß um die Bedeutung der Partie, sagt aber zugleich: "Wenn ich den zweiten Schritt vor dem ersten mache, falle ich hin." Gemeint ist die Tatsache, dass Oberlosa mit einem Auswärtssieg dem Traum von der Medaille ein großes Stück näher kommen würde. Und weil die Gastgeber in diesem Kalenderjahr nur ein Spiel gegen Schlusslicht Zwickau gewinnen konnten, fährt der SV 04 als Favorit nach Oebisfelde. Abteilungsleiter Rico Michel warnt davor, den Gegner zu unterschätzen: "Zuletzt zeigte die Formkurve der Oebisfelder wieder nach oben. Nach dem Sieg gegen Grubenlampe musste man die heimstarken Pirnaer erst in den Schlussminuten ziehen lassen." Personelle Probleme hat Oberlosa keine. Nur Englert ist angeschlagen.


Einheit setzt auf Trainer-Duo

Die Planungen für die neue Saison laufen beim HC Einheit Plauen seit Monaten auf Hochtouren. Sportlich ist der Verein aus der Mitteldeutschen Handball-Oberliga abgestiegen. Die Spitzenstädter vermelden nun die erste neue Personalie. Ab Sommer wird der Rumäne Vasile Sajenev gemeinsam mit Jan Richter die Geschicke der Mannschaft - vermutlich dann in der Sachsenliga - leiten. "Jan Richter hat die Mannschaft in einer sehr schwierigen Situation ohne Trainererfahrung übernommen und leistet aus unserer Sicht sehr gute Arbeit", erklärt Einheit Plauens Vorstand Frank Kühn. "Dies wollen wir auch fortsetzen. Jan Richter ist für uns der Trainer der Zukunft, deshalb stellen wir ihm mit Vasile Sajenev einen erfahrenen Mann zur Seite."

Jan Richter und Vasile Sajenev werden als Trainerteam ab Juli in die Vorbereitungsphase auf die neue Saison starten. Der gebürtige Rumäne Sajenev (Foto) war zuletzt als Trainer des HC Glauchau/Meerane in der Oberliga aktiv, bevor er sich aus familiären Gründen eine Auszeit gönnte. "Nun habe ich wieder Lust aktiv zu werden. Mich reizt die Aufgabe in Plauen und ich freue mich auf Zusammenarbeit", sagt Sajenev, der auf eine lange und erfolgreiche Handballerkarriere zurückblicken kann. Von 1990 bis 1992 lief er in Spanien auf. Der Rückraumspieler wechselte zu Beginn der Saison 1992/1993 nach Deutschland. Er spielte zunächst mit Magdeburg II in der 2. Bundesliga. Die weiteren Stationen des rumänischen Nationalspielers (68 Länderspiele) waren Dessau, Delitzsch, Köthen, Leipzig, Pirna, Dresden und Zwönitz. Die Vereinbarung läuft zunächst ein Jahr. Der 48-Jährige lebt in Zwönitz und wird nach Plauen pendeln. (slx)

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