Für das Abenteuer Sachsenliga: FSV lotst alte Bekannte zurück

Die Reichenbacher Volleyballerinnen stehen nach zwei Aufstiegen in Folge in dieser Saison vor einer echten Herausforderung. Christiane Maul soll dabei helfen, sie zu meistern.

Reichenbach.

Mit zwei neuen Gesichtern werden die Reichenbacher Wildcats in der nächsten Woche in die Sachsenliga-Saison starten. Wobei das nur bedingt richtig ist. Zwar wechselten zwei Spielerinnen des inzwischen aufgelösten Drittligisten Chemnitzer PSV ins Vogtland. Doch wirklich neu ist lediglich die 16-jährige Thyra Popov, die aus der Volleyballschmiede des SSV Fortschritt Lichtenstein stammt. Die zweite läuft eher unter der Rubrik "alte Bekannte": Schließlich trug Christiane Maul bereits von 2005 bis 2007 das Reichenbacher Trikot in der Regionalliga.

Die Entscheidung für den FSV ist ihr daher auch nicht schwer gefallen. "Es sind ja noch vier, fünf Mädels dabei, mit denen ich damals schon zusammen gespielt habe", erklärt die 30-Jährige, die den gesamten Sommer über bei Beachturnieren von den Reichenbacher Spielerinnen angebaggert wurde. "Am Anfang war es noch Spaß", sagt Christiane Maul. Doch spätestens als klar war, dass der Chemnitzer Verein das Spielrecht für die Regionalliga an Lichtenstein abtritt, nahm die Rückkehr der gebürtigen Oelsnitzerin ins Vogtland konkrete Formen an.

Nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten hat die jetzt im Erzgebirge wohnende Rückkehrerin ein gutes Gefühl. Mit einer Prognose hält sie sich aber zurück. "Ich kann das nur schwer einschätzen, was für uns drin ist. Aber das erste Ziel ist für mich wie glaube ich für uns alle der Klassenerhalt", sagt die neue Nummer 3 im FSV-Trikot. Der Reichenbacher Trainer Frank Sommer freut sich über die prominente Verstärkung. "Eine Spielerin wie Christiane ist für jeden Verein in der Region ein absoluter Gewinn", sagt er.

Insgesamt steht ihm ein zwölfköpfiger Kader für die Sachsenliga zur Verfügung, die er nach zwei Aufstiegen in Folge durchaus als Abenteuer sieht. "Wir sind jetzt in einer Spielklasse angekommen, wo ein ähnlicher Durchmarsch wie in den vergangenen Jahren definitiv ausgeschlossen ist", sagt der 49-Jährige. Da die Mannschaft komplett zusammengeblieben ist und lediglich Ausfälle wegen Schwangerschaft anstehen, gibt sich Frank Sommer optimistisch: "Ich denke, dass wir gut mithalten können."

Da er großen Wert darauf legt, ähnlich wie in den Vorjahren wieder gut aus den Startlöchern zu kommen, wird bis zum Saisonstart dreimal in der Woche trainiert. Zudem bat er sein Team in der Vorwoche zu einem dreitägigen Trainingslager ins tschechische Skalna. "Wir haben in erster Linie an der Feinabstimmung und an der Integration der neuen Spielerinnen gearbeitet", erzählt der FSV-Coach. Für ihn steht fest: "Wir müssen versuchen, schon mit den Aufschlägen Druck zu machen, unsere Spielzüge noch schneller durchzubringen und mit mehr Aggressivität am Block zu agieren." Dazu erwartet er Leidenschaft und Kampfgeist, um die zu erwartenden Größennachteile wettzumachen.

Wie gut das klappt, wird sich am nächsten Mittwoch in Leipzig zeigen, wenn die Mannschaft 20 Uhr zum ersten Punktspiel beim TSV antritt. Da Frank Sommer verhindert ist, werden Co-Trainer Thomas Apfelstädt und Katja Gruschwitz die Anweisungen von der Seite geben. Mit dieser Konstellation geht es am 22. September auch in die ersten Heimspiele der Saison.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...