Grieche verhindert Elfmeterschießen

Mit einem mageren 1:0-Sieg nach Verlängerung beim zwei Klassen tiefer spielenden SV Merkur Oelsnitz hat der VFC Plauen die dritte Runde im Sachsenpokal erreicht. Andreopoulos ebnete mit seinem Tor den Weg.

Oelsnitz.

Das war nicht unbedingt zu erwarten: Ein ersatzgeschwächter, aufopferungsvoll kämpfender SV Merkur Oelsnitz hat am Samstag in der zweiten Runde des Fußball-Sachsenpokals dem hohen Favoriten aus Plauen ohne fehlende Leistungsträger wie Persigehl, Schuch, Zenner, Schreiner und Oehm weitaus mehr Probleme als erwartet bereitet. Mit Kampf und Einsatz und der nötigen Portion Glück erzwangen die Oelsnitzer die Verlängerung, in der ein Glückstreffer von Andreopoulos die Entscheidung zugunsten des VFC brachte.

"Meiner Mannschaft kann ich nur gratulieren", freute sich Merkur-Trainer Jens Starke. "Sie hat alles rausgehauen." Tatsächlich versteckte sich Oelsnitz nicht, Winkler setzte schon in der zweiten Minute einen Volleyschuss knapp vorbei. Glück für den VFC, dass der Assistent die Abseitsfahne hisste, als Hofmann allein auf den Plauener Kasten zustürmte (10.). Doch meist lief das Spiel in Richtung Oelsnitzer Tor, wo Keeper Thoß ein starker Rückhalt war. Er blieb gleich zweimal Sieger gegen Lucenka (22.) und gegen den frei auf ihn zulaufenden Bach (33.). So stand es zur Pause 0:0.

Auch nach dem Wechsel blieb das Plauener Spiel voller Unzulänglichkeiten, Fehlabspiele und Stockfehler. VFC-Trainer Falk Schindler gestikulierte draußen immer wilder, seinem Team wollte einfach kein Treffer gelingen, zumal Merkur weiter mit Mann und Maus verteidigte: Lucenka schoss knapp am langen Pfosten vorbei (58.), Guzlajevs knapp drüber (60.). Der Druck auf die Oelsnitzer Defensive wurde immer stärker. In der Schlussphase der regulären Spielzeit stand den Einheimischen auch das Glück zur Seite. Torwart Thoß parierte stark gegen Guzlajevs (73.), wurde anschließend von einem eigenen Mann und von einem Plauener angeschossen, aber der Ball wollte nicht über die Linie. Auch nicht in der folgenden Situation, als Thoß gegen Bach und Grandner die Oberhand behielt und Letzterer im Nachsetzen an die Latte köpfte (85.). "Oelsnitz lieferte die erwartete Abwehrschlacht", so VFC-Kicker Philipp Dartsch. "Wir haben zu viele Chancen vergeben. Respekt für Merkurs engagierte Leistung."

Die wurde aber nicht belohnt: In der 100. Minute zog Andreopoulos von außerhalb des Strafraums einfach mal ab, durch Freund und Feind hindurch flog das Leder an den Innenpfosten und von da zum 0:1 ins Netz. Sein Tor verhinderte ein mögliches Elfmeterschießen. Nun machte Oelsnitz auf und bot den Plauenern mehr Räume. Ein zweiter Treffer gelang dem Oberligisten jedoch nicht. Merkurs Steinel rettete bei Schumanns Schuss vor der Linie (109.), Nyber traf nur den Innenpfosten, von dem die Kugel zurück ins Feld sprang (114.). So blieb die Begegnung bis zum Abpfiff spannend, selbst Merkur-Torhüter Thoß stürmte in der Endphase mit, aber es blieb beim Plauener 1:0-Sieg.

"Wir sind doch selber schuld, dass es bis zuletzt spannend blieb", sagte VFC-Kapitän Stefan Schumann. "Wir hatten genügend Chancen, das Spiel eher zu entscheiden, haben damit die Oelsnitzer, die gut gekämpft haben, im Spiel gehalten. Aber wir sind verdient weiter."

Statistik Oelsnitz: Thoß, Ketzel, Steinel, Heydeck, Baumann (98. Penzel), Bobach (112. Sesselmann), Sharki (99. Niemann), Günthel, Röhling (77. Löscher), Winkler, Hofmann; Plauen: Cap, Albustin, Guzlajevs, Schumann, Dobratulins (51. Dartsch), Schröder, Andreopoulos, Lucenka, Walther (101. Fischer), Bach (98. Albert), Grandner (112. Nyber). Tor: 0:1 Andreopoulos (100.); SR: Teichmann (Chemnitz); Zuschauer: 515.

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