Kegler der Stadt nun unter einem Dach

Seit kurzem gibt es in Oelsnitz mit dem KV einen neuen Verein. Dabei handelt es sich zunächst nur um den neuen Namen eines lange bestehenden Vereins. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Oelsnitz.

So mancher Kegelfreund hat sich kürzlich wohl verwundert die Augen gerieben, als er die Teams durchging, die in der kommenden Saison in der Bezirksklasse der Frauen und der Kreisklasse der Männer antreten. Denn als Neuling ist dort jeweils der Kegelverein (KV) Oelsnitz/Vogtland aufgeführt. Nie gehört? Kein Wunder, denn besagten KV Oelsnitz gibt es erst seit kurzem.

Am 18. Mai hatten die 22 Mitglieder des bisherigen SSV Oelsnitz auf einer extra einberufenen Versammlung eine Satzungs- und Namensänderung vorgenommen. Diesem neuen KV Oelsnitz ist die bisherige Kegelabteilung des TSV Oelsnitz beigetreten, die allerdings nur noch aus sieben Frauen bestand, aber jahrelanger Stammgast in der Bezirksklasse ist. Die bisherigen SSV-Männer haben ebenfalls nur noch wenig Personal, stiegen zuletzt aus der Vogtlandliga ab.

Hintergrund: Bisher existierten in der Stadt seit Jahrzehnten mit dem SSV Oelsnitz und der Abteilung Kegeln des TSV Oelsnitz parallel zwei Kegelvereine. Beide haben mittlerweile nur noch wenige Mitglieder und seit jeher dieselbe Bahn als Heimstatt. "Was lag da näher als der Gedanke, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam als ein Verein aktiv zu sein", sagt Peter Palm, bisher Vorsitzender des SSV Oelsnitz und jetzt auch des KV, der die Sache anschob. "Beide Vereine waren jeder für sich historisch gewachsen, aber haben sich ja immer gut vertragen."

Der neue Verein sei für die Zukunft des Kegelsports in Oelsnitz unabdingbar. "Um das Kegeln und natürlich auch die Bahn an der Alten Reichenbacher Straße zu erhalten, um die wir uns genauso kümmern wie um die Halle, in die sie integriert ist, müssen wir Kegler noch enger zusammenrücken", sagt Palm. Es gewännen alle, auch wenn der der TSV Oelsnitz mit seiner 1951 gegründeten Kegelabteilung eine der ältesten Sparten des Vereins verliert. Verständnis hatten die TSV-Mitglieder trotzdem: Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 12. Juni hatten sie den Austritt ihrer Keglerinnen abgesegnet.

Die bisherige Abteilungsleiterin Heike Degen, seit 1972 im TSV-Dress aktiv, soll als stellvertetende Vorsitzende den neuen Kegelverein mit führen, was allerdings noch auf einer Wahlversammlung Ende des Monats offiziell bestätigt werden muss. "Es war eine schöne Zeit unter dem Dach des TSV und beim Vorgängerverein BSG Fortschritt. Aber der Schritt zu einem gemeinsamen Verein war dringend notwendig", sagt sie.

"Eigentlich konnte ja schon länger keiner mehr ohne den anderen. Wir paar Frauen hätten ohne die Männer des SSV die Bahn nicht erhalten können, aber auch bei ihnen ging allein nicht mehr viel. Mit dem neuen Verein können wir den Kegelsport in Oelsnitz sicher ein paar Jahre länger erhalten. Allerdings ist ohne Nachwuchs irgendwann mal ganz Schluss."

Eine der ersten sportlichen Aktivitäten des KV Oelsnitz war am vergangenen Wochenende die Ausrichtung eines Paarkampfturniers, das der Vorbereitung auf die neue Saison in der Frauen-Bezirksklasse diente. Die Oelsnitzer Keglerinnen luden dazu Paare aus Bad Elster, Naila, Treuen, Straßberg, Auerbach und Plauen, wobei der SKV Auerbach und Straßberg allerdings kurzfristig ihre Teilnahme absagten. Mit dem ersten Platz ihren Titel verteidigt haben die Keglerinnen des KSV Plauen Andrea Pöhlmann und Brigitte Hoyer mit sehr guten 1018 Holz. Auf den zweiten Platz kamen Ines Martin und Marion Reither von Medizin Bad Elster mit 1016. Dritter mit 998 Holz wurde ein Paar des gastgebenden KV Oelsnitz: Lea Hertel und Heike Degen. Der SKC Naila folgte mit 977, Wacker Plauen kegelte 969, Rot Weiß Treuen 958, der Oelsnitz II 897 und Post Plauen 888 Holz. (mit hed)

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