Kegler verfehlen die meisten ihrer Ziele

Nicht gut verlief die Saison für die Teams der SG Grün-Weiß Mehltheuer. Die zweite Männermannschaft hatte ihr Schicksal nur bedingt in der eigenen Hand.

Mehltheuer.

Nach sechs Jahren in der 2. Bundesliga spielt die erste Mannschaft der SG Grün-Weiß Mehltheuer vorerst wieder auf Landesebene. Der Abstieg des höchstklassig spielenden Teams aus dem Vogtland in die Verbandsliga war schon vor der durch die Coronakrise ausgelösten Zwangspause im deutschen Kegelsport besiegelt. "Die Messen sind gelesen. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn die beiden noch ausstehenden Spieltage stattfinden. Den Rückstand auf Freiberg könnten wir nicht mehr aufholen", sagt Stefan Krause, der sich im Verein um die Pressearbeit kümmert.

Nach 14 von 16 Partien ist Mehltheuer mit zehn Punkten Tabellensiebter, die angesprochenen Freiberger auf Rang 5 haben sechs Zähler Vorsprung. Viel wichtiger aber ist die Tatsache, dass mit Markranstädt, Zwickau, Stollberg und Freiberg vier sächsische Konkurrenten in der Tabelle vor den Vogtländern liegen, denn mit der Saison 2020/21 gibt es im deutschen Verband eine Strukturveränderung: Aus vier Zweitligastaffeln werden drei gemacht. In der neuen 2. Bundesliga Ost sind nur vier Plätze für die sächsischen Teams reserviert.

In Mehltheuer wusste man also schon vor der Saison, dass der Klassenerhalt diesmal besonders schwer wird. "Prinzipiell wäre leistungstechnisch mehr drin gewesen für uns. Wir sind in der Breite aber nicht so gut besetzt wie zum Beispiel Zwickau oder Markranstädt, um bei den besten vier Mannschaften mitzuspielen. Die Jungs sind natürlich traurig über den Abstieg, aber davon geht die Welt nicht unter. Tabellenplatz 7 ist im Vergleich zu den Vorjahren ja keine Verschlechterung", so Stefan Krause. In der Bundesligabilanz der Vogtländer stehen bisher zwei achte, ein sechster sowie ein siebenter Platz und einmal Rang 4.

Auswirkungen hat das Ergebnis der ersten Männermannschaft auch auf die zweite Vertretung. Die spielte in diesem Jahr ihre zweite Saison in der Verbandsliga und hatte sich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben. Der wäre rechnerisch für das Schlusslicht zwar noch machbar, falls die beiden letzten Spieltage irgendwann neu angesetzt werden. Doch da die erste Vertretung in die Verbandsliga runterkommt, muss Mehltheuer II absteigen - unabhängig vom Tabellenplatz. "Dieses Szenario ist bei uns allen stets im Hinterkopf gewesen. Da es bei der ersten Mannschaft im Herbst ja schnell deutlich wurde, dass es nicht rund läuft, wussten wir, was uns erwartet. Das hat schon Auswirkungen auf das eigene Spiel", sagt Krause, der selbst zum Kader der Bundesliga-Reserve gehört.

Ein wenig zufriedener kann er auf die von ihm betreute Frauenmannschaft blicken. Der Verbandsliga-Aufsteiger ist nach 16 von 18 Spieltagen Tabellensiebter der Zehnerstaffel, hat sich nach schwierigem Saisonstart nach vorn gekämpft. Ob das Team auch nächste Saison im sächsischen Oberhaus kegelt, hängt von vielen Faktoren ab. "Drei Absteiger wird es in jedem Fall geben, vielleicht auch einen vierten. Die Liga soll auf neun Mannschaften verkleinert werden. Und es ist die große Frage, ob diese Saison noch gespielt wird", erklärt Krause.

Ähnlich verhält es sich in der 2. Verbandsliga der Senioren, wo das Team aus Mehltheuer den direkten Abstieg zumindest abgewendet hat. Vorgenommen hatte sich die Mannschaft aber mehr. "Sie wollte vorn mitspielen. Durch krankheitsbedingte Ausfälle wurde das Team aber geschwächt", sagt Stefan Krause.


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