Mylauer legt Fokus auf das langfristige Ziel Olympia

Eisschnellläufer Michael Roth bleibt trotz fehlender Wettkämpfe optimistisch

Mylau.

Eisschnellläufer Michael Roth versucht der aktuellen Situation die positiven Seiten abzugewinnen. Der Mylauer darf als Perspektivkader derzeit sein gewohntes Trainingsprogramm absolvieren. "Ich komme im Moment relativ gut klar, auch wenn einem natürlich die Wettkämpfe und die Vergleiche mit der Konkurrenz fehlen", erzählt der 21-Jährige vom TSV Vorwärts Mylau. Die eigentlich für Anfang November geplante Deutsche Meisterschaft in Inzell fiel ebenso der Corona-Pandemie zum Opfer wie die Weltcups der Neo-Senioren. Große Hoffnungen setzt die Eisschnelllaufszene auf den Januar. Dann sollen im niederländischen Heerenveen die Europameisterschaft sowie zwei Weltcups stattfinden.

Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie die Qualifikationskriterien für die Wettbewerbe in Heerenveen aussehen, richtet Michael Roth sein Training im Moment auf den Januar aus. "In meiner Trainingsgruppe sind wir alle sehr froh, dass wir weiter unserem Sport nachgehen können. Wir sind eine super Truppe und motivieren uns gegenseitig sehr gut. Es ist natürlich schade, dass derzeit ein bisschen was an Wettkämpfen wegfällt. Andererseits kann ich so schon jetzt den Fokus auf das langfristige Ziel Olympia legen", betont Michael Roth. Bei den Winterspielen 2022 in Peking würde der Mylauer gern in die Fußstapfen von Schwester Denise treten, die 2014 bei den Spielen in Sotschi dabei war.

Um in der kommenden Saison die Qualifikation zu schaffen, nimmt sich Michael Roth im Training jetzt die Zeit, an Kleinigkeiten zu arbeiten. Neue Reize setzt dabei auch Trainer Uwe Hüttenrauch, der Anfang November die Verantwortung für Roths Berliner Trainingsgruppe übernahm. "Wir haben zuletzt noch mal einen Kraft-Leistungstest gemacht, um zu sehen, wo wir in den nächsten Wochen und Monaten ansetzen können", erzählt der 21-Jährige. Die durch die Wettkampfabsagen gewonnene Freizeit nutzt der Mylauer zudem, um sich intensiver um sein BWL-Studium zu kümmern.

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