Reichenbach will morgen nachlegen

Fußball-Landesklasse: Der Vorletzte ist zu Gast

Reichenbach.

So gut wie in dieser Woche war die Stimmung beim Reichenbacher FC schon seit Monaten nicht mehr. Mit dem 4:0 am Sonntag beim TSV Ifa Chemnitz hatte sich die Mannschaft von Steve Gorschinek nach zuvor fünf sieglosen Runden nicht nur den dringend benötigten Befreiungsschlag verschafft, sie machte im Klassement auch gleich drei Plätze von 13 auf 10 gut. "Dieser Dreier vorige Woche hat uns sehr gut getan. Jetzt wollen wir nachlegen und unseren Fünf-Punkte-Abstand zum Mittelfeld verkürzen beziehungsweise ein Polster nach unten schaffen", sagt der Trainer.

Der redet vor dem letzten Heimspiel des Jahres auch nicht um den heißen Brei herum. Gegen den auswärts noch punktlosen und auf dem vorletzten Rang stehenden BSV Gelenau steht morgen, 13.30 Uhr nur ein Sieg zur Debatte. "Wir nehmen die Favoritenrolle an. Wenn wir mit der Einstellung wie gegen Rabenstein und Ifa auf den Platz gehen, dann bin ich mir sicher, dass wir uns am Ende auch belohnen." Allerdings weiß Gorschinek auch um die Anfälligkeit seiner Jungs: "Wenn einige angesichts der Tabellensituation denken, mit ein paar Prozent weniger Aufwand werden sie die Sache schon schaukeln, dann geht das bestimmt in die Hose. Ich denke da nur an das Heimspiel gegen Thalheim zurück. Gegen den Drittletzten reichte es mit Ach und Krach zu einem Remis. Die Gelenauer haben sechs Punkte Rückstand auf uns. Die werden alles in die Waagschale werfen, um endlich ihren Auswärtsfluch zu beenden." Bekanntschaft hat der Trainer bereits mit den Erzgebirgern gemacht - als Spieler im Aufstiegsjahr 2014/15. "Es waren nicht die besten. Zu Hause lagen wir bereits zur Pause 0:3 hinten, kamen am Ende noch auf 2:4 heran. Und im Rückspiel verpassten wir es trotz vieler Möglichkeiten, die Tabellenspitze zu übernehmen. Das 1:1 fühlte sich wie eine Niederlage an."

Gelenaus damaliges Debütjahr endete auf Rang 9, ehe Platz 8 und zwei zwölfte Plätze folgten. Legt man die beiden bisherigen Offensivleistungen zugrunde (der RFC traf 16-mal, der BSV 15-mal), dann dürfte kein Torspektakel zu erwarten sein. Doch dass die Reichenbacher Truppe den üblichen Rahmen durchaus sprengen kann, bewies sie erst in der Vorwoche. Personalsorgen kennen die Verantwortlichen mit Ausnahme des verletzt fehlenden Maik Strobel nicht. Torjäger Paolo Süß (7 Saisontreffer) plagte sich in der Woche mit einer Magen- und Darm-Grippe herum, wird aber nach Lage der Dinge dabei sein. Schiedsrichter ist Nick Blödel (Mühlauer FV). (omh)

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