Tolles Joker-Tor hält Auerbach auf Kurs

Fußball-Regionalliga: VfB setzt dank Kühn seine Serie fort und freut sich auf Jena

Auerbach.

Der VfB Auerbach hat seine Fans am Freitag lange auf die Folter gespannt. Doch das Warten und Bibbern an dem ungemütlichen Abend sollte sich lohnen: Es lief die 88. Minute im Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde, als der kurz zuvor eingewechselte Axel Kühn nach schöner Kombination über Wild und Schlosser ein Tor schoss, wie man es in der Regionalliga wahrlich nicht aller Tage zu sehen bekommt.

Er donnerte den Ball aus spitzem Winkel zum 1:1 ins kurze Eck. Der Rest war Jubel. "Ich wollte den Ball scharf aufs Tor bringen. Es war sicher auch etwas Zufall dabei. Aber wichtig ist, dass er drin war und ich damit der Mannschaft helfen konnte. Denn wir haben uns den Punkt mit der Leistung nach der Pause auf alle Fälle verdient", sagte der 19-jährige nach seinem dritten Saisontor.

Der Joker rettete dem VfB mit seinem spektakulären Treffer die tolle Rückrundenserie (neun Punkte und noch keine Niederlage) und nährte die Vorfreude der Fans auf das Nachhol-Heimspiel am Mittwoch, 19 Uhr gegen Spitzenreiter Jena. Dabei bekam Carl-Zeiss-Trainer Mark Zimmermann auf der Tribüne von Auerbach zunächst nichts zu sehen, das ihm Angst eingejagt haben dürfte. Dem VfB fehlten die Ideen und die Zielstrebigkeit, um die Luckenwalder Abwehr auszuhebeln.

"Wir haben in der ersten Halbzeit kaum etwas Kontrolliertes zustande gebracht. Das war ein einziges Gewürge", sagte der Auerbacher Trainer Michael Hiemisch nach dem Spiel. Allerdings fand er in der Kabine offensichtlich die richtigen Worte. Denn sein Team übernahm nach dem Seitenwechsel sofort das Kommando. Amaro per Kopf nach Vorarbeit von Wild (50.) und der eingewechselte Paradies, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wurde (55.), ließen die 560 Zuschauer hoffen. Der späte Ausgleich läutete eine turbulente Schlussphase ein, in der Auerbach noch auf das Siegtor drängte und Guthke bei Luckenwalde die Ampelkarte sah.

Bei der Pressekonferenz verbuchten beide Trainer das Unentschieden als Punktgewinn. "Nach den vielen Gegentoren in den vergangenen Spielen ging es uns darum, erstmal unsere Kiste dicht zu kriegen", sagte Gäste-Trainer Ingo Nachtigall. Auch Michael Hiemisch rückte das Positive in den Vordergrund: "Entscheidend war, dass die Mannschaft auch an einem Tag, wo es nicht so läuft, bis zum Schluss an sich geglaubt hat und so drangeblieben ist." (tyg)

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