Trotz Spielerengpass: Unterlosa zeigt Moral

Am 20. Spieltag der Fußball-Vogtlandliga bekommen es zwei Teams aus dem Führungstrio mit den beiden Tabellenletzten zu tun. Lediglich der Spitzenreiter muss mit dem Fünften einen dickeren Brocken beiseite räumen.

Plauen.

Gegen die SG Rotschau muss der FC Fortuna Plauen am morgigen Samstag die Tabellenführung in der Fußball-Vogtlandliga verteidigen. Fortuna ist seit November unbesiegt und hat mit 66 Treffern die beste Offensivabteilung aufzuweisen. Auch wenn jüngst zwei von drei Partien verloren gingen, ist die Bilanz des Tabellenfünften ebenfalls aller Ehren wert. Zuvor hatten die Rand-Reichenbacher sechs Siege in Folge gefeiert, zuletzt sammelte man mit einem 4:1 gegen Lengenfeld wieder etwas Selbstvertrauen.

Weitaus leichter dürften es der Zweite SV Fronberg Schreiersgrün und der Dritte SC Syrau haben. Die Schreiersgrüner, bei denen sich zuletzt Siege und Niederlagen abwechselten, gastieren beim VfB Lengenfeld. Der Vorletzte verbuchte im Kalenderjahr immerhin vier Zähler und ist trotz der Bilanz von 68 Gegentreffern in 19 Partien nicht zu unterschätzen, wie kürzlich der 1.FC Rodewisch beim 1:2 leidvoll erfahren musste.

Die Mannschaft der Stunde ist der SC Syrau, der seit zehn Spielen nicht besiegt wurde und einen Zähler hinter den Schreiersgrünern lauert. Schlusslicht Wacker Plauen läuft daher als krasser Außenseiter an der Drachenhöhle auf. Ein Punktgewinn wäre eine dicke Überraschung, auch wenn die Plauener zuletzt dem SV Kottengrün ein 2:2 abtrotzten.

Stark präsentiert sich trotz des verlorenen Nachholspiels (0:1 gegen Syrau) der VfB Mühltroff. Wenn man bedenkt, dass die VfB-Kicker seit Oktober 2018 aufgrund der Sanierung ihres Rasens keinen Heimvorteil mehr haben, ist Platz 4 eine Klasseleistung. Nun läuft der VfB bei Grün-Weiß Wernesgrün (Rang 10) auf, das mit dem jüngsten 3:1 gegen Unterlosa den ersten Sieg 2019 feiern konnte und sein Selbstbewusstsein aufpolierte.

Die Unterlosaer, nach zuletzt drei Niederlagen mit nur einem eigenen Treffer ziemlich aus der Spur, sind momentan Siebenter und erwarten den BSV Irfersgrün (Platz 8). Dem geht es nicht besser, er hofft seinerseits seit acht Spielen auf einen Sieg. "Ja, zurzeit läuft es bei uns nicht richtig rund", sagt Unterlosas Trainer Ronny Diersch. "Da kommt einiges zusammen. Das kennen ja viele Vereine mit einem kleinen Kader wie wir, die Verletzte und Gesperrte nur schwer ersetzen können. Gegen Irfersgrün haben wir zwei Sperren, da bin ich froh, wenn ich zwölf Leute zusammenbekomme." Das ändere aber nichts am Ziel für die kommende Partie. "Wir wollen zuhause gegen die Irfersgrüner, die ja wohl ähnliche Probleme wie wir lösen müssen, punkten. Und zwar am besten dreifach. Denn einen einstelligen Tabellenplatz wollen wir am Saisonende doch belegen."

Im Eimbergderby stehen sich der Neunte Kottengrün und der Elfte aus Werda gegenüber. Beide trennen zwei Punkte. Gastgeber Kottengrün scheint in diesem Duell leicht im Vorteil, die Heimelf ist 2019 noch unbezwungen. Aber auch Werda hat sich mit sieben Zählern aus seinen jüngsten drei Partien wieder aufgerappelt.

In einem Göltzschtalduell empfängt der Drittletzte VfB Auerbach II den 1. FC Rodewisch (Platz 6). Die VfB-Reserve ist auch aufgrund des winterlichen Punktabzuges wegen fehlender Schiedsrichter im Verein in den Keller gerutscht, wo sie immer noch elf Zähler zwischen sich und den einzigen Abstiegsplatz gelegt hat. Rodewisch tritt deshalb trotz zweier zuletzt erlittener Niederlagen als Favorit an.

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