VfB nimmt Training vorsichtig wieder auf

Fußball: Abbruch der Regionalliga-Saison steht bevor - Neubeginn offen

Auerbach.

Der VfB Auerbach muss sich weiter in Geduld üben. Eine Videokonferenz der Klubs der Fußball-Regionalliga am Dienstagabend hat zunächst kein Resultat ergeben. Zumindest offiziell ist noch nicht entschieden, wie die Saison in der vierten Liga weitergeht. "Das Gros der Teilnehmer ist sich aber einig, dass eine Fortführung der Saison mit den vorgegebenen Auflagen nicht möglich ist", sagt Volkhardt Kramer, der als Manager des VfB an der Konferenz teilgenommen hatte. "Keiner geht davon aus, dass die Meisterschaft zu Ende gespielt wird." Und so scheint ein Saisonabbruch nur noch eine Frage der Zeit.

Wann Klarheit herrscht, hängt vom weiteren Verfahren in der 3. Liga ab und davon, ob die Regionalligisten in einer entscheidenden Frage Einigkeit erzielen: wer im Falle eines Abbruchs auf Platz 1 landet. Die Konzepte reichen von der Quotientenregel bis hin zu Aufstiegs-Play-offs. "Die Mehrheit scheint aber für eine Quotientenregel zu sein", sagt Kramer. In dem Fall würde Lok Leipzig das Relegationsspiel um den Drittliga-Aufstieg bestreiten.

Hingegen scheint Klarheit darin zu herrschen, dass es bei Abbruch keine Absteiger geben wird. Nur eine Forderung hat der VfB: Die Auswirkungen der aktuellen Saison dürfen die Regionalligisten nicht in geballter Form in der nächsten Saison tragen. Theoretisch ist eine Liga mit 23 Teams im neuen Spieljahr denkbar, wenn aus der 3. Liga vier ostdeutsche Teams absteigen und der Regionalliga-Meister nicht aufsteigt. Hinzu kommen noch die Aufsteiger aus der Oberliga. "Es kann nicht sein, dass es von der 1. bis zur 3. Liga Absteiger gibt, und wir es dann auffangen müssen", sagt Kramer. "23 Teams - das ist nicht umsetzbar", warnt er. Viele Wochenspieltage wären die Folge, was gerade die kleineren Klubs belasten würde. Schwerer würde aber vermutlich die Abstiegsregelung in der neuen Saison wiegen. Um die Liga wieder auf 18 Teams zu reduzieren, müssten im Extremfall bis zu neun Teams absteigen. Die Auerbacher Anregung: "Man muss dann die Angleichung auf drei bis vier Jahre verteilen." Zudem unterstützen die Vogtländer den Antrag des SV Elversberg beim DFB-Bundestag auf eine zweigleisige 3. Liga. "Das würde das Thema entkrampfen."

Egal wie die künftige Ligenzusammensetzung aussieht: Beim VfB beginnen bereits die Planungen für die neue Serie. In den nächsten Tagen steigt das Team ins Kleingruppen-Training ein. "Wir müssen zunächst noch ausarbeiten, wie wir die Hygienevorgaben einhalten." Maximal noch zwei Wochen will der VfB in Kleingruppen trainieren. Anschließend werden die Spieler in die Sommerpause entlassen. "Unser Wunsch wäre es, wenn sie Mitte Juli zurückkehren, um die neue Saison vorzubereiten", sagt Kramer. Allerdings rechnet er nicht mit einem Wiederbeginn vor September.

Auch darüber sind sich die Regionalligisten bislang noch nicht einig. "Es deutet sich keine offensichtliche Mehrheit an", ist Kramers Erkenntnis aus der Videokonferenz. Während einige für einen frühen Start werben, sind vor allem die größeren Klubs für einen späteren Wiederbeginn mit Zuschauern. Nur eines ist klar: "Die Liga hält keine Geisterspiele aus", so Kramer, eher eine Beschränkung auf unter 1000 Beteiligte im Stadion. "Dann würden wir anbieten, mit einer Begrenzung auf 1000 Zuschauer gleich zu Saisonbeginn auf die zuschauerstarken Gegner zu treffen. Diese Kröte würden wir schlucken."

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